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Suboptimale Spermienqualität junger Männer in der Schweiz
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21.08.2019
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<p class="article-intro">Eine landesweite Schweizer Studie fand heraus, dass ein signifikanter Anteil der jungen Schweizer Männer eine suboptimale Spermienqualität aufweist.</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>Die Spermienanzahl ist in der westlichen Welt in den vergangenen 50 Jahren stetig gesunken. Die Gründe dafür sind komplex, es scheint jedoch, dass Umweltund Lebensstilfaktoren eine bedeutende Rolle spielen. Eine kürzlich im Journal «Andrology» publizierte Studie untersuchte die Spermienqualität von Männern in der Schweiz.<br /> Die Studie umfasste 2523 junge Männer, die während des Wehrdienstes rekrutiert wurden. Das Spermavolumen, die Spermienkonzentration, die Motilität und die Morphologie wurden analysiert.<br /> Die mediane Spermakonzentration betrug 48 Millionen/ml (angepasst an den Zeitraum der sexuellen Abstinenz). Im Vergleich zum fünften Perzentil der WHO-Referenzwerte für fruchtbare Männer hatten 17 % der Männer eine Spermienkonzentration unter 15 Millionen/ml, 25 % hatten weniger als 40 % bewegliche Spermien und 43 % hatten weniger als 4 % normal aussehende Spermien. Umfragen unter den Müttern der Studienteilnehmer ergaben, dass der grösste Teil der Männer mit schlechter Samenqualität während der Schwangerschaft rauchenden Müttern ausgesetzt war. Aus den regionalen schweizerischen Registern ging zudem hervor, dass die Inzidenz von Hodenkrebs in der Schweizer Bevölkerung zwischen 1980 und 2014 signifikant anstieg.<br />Zum ersten Mal hat eine systematische Stichprobe unter jungen Männern bestätigt, dass die Samenqualität auf nationaler Ebene beeinträchtigt ist. Die gemessene mittlere Spermienkonzentration gehört zu den niedrigsten in Europa, wobei nur 38 % der Männer Werte für Spermienkonzentration, Motilität und Morphologie aufweisen, die die Samenreferenzkriterien der WHO erfüllen. (red)</p></p>
<p class="article-quelle">Quelle: Rahban R et al.: Semen quality of young men in Switzerland:
a nationwide cross-sectional population-based
study. Andrology; doi: 10.1111/andr.12645 (Epub ahead of
print)
</p>
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