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Modernes perioperatives Management und Risikoreduktion

Hüftgelenksnahe Frakturen

Die hüftgelenksnahe Fraktur ist ein zeitkritischer orthogeriatrischer Notfall. Neben der technisch erfolgreichen Operation bestimmen Operationszeitpunkt, Umgang mit Antithrombotika, Delirprävention, Frühmobilisation und Sekundärprävention den weiteren Verlauf.

Mit zunehmender Wartezeit nehmen Schmerz, Immobilität, die Dauer der Opioid- und Katheterexposition sowie das Risiko für Delir und internistische Komplikationen zu. Das britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) empfiehlt die Operation am Aufnahmetag oder am Folgetag; auch die deutsche interprofessionelle S3-Leitlinie „EvidenT-HiP“ zur Versorgung pertrochantärer Hüftfrakturen fordert eine frühzeitige Versorgung. Das österreichische System der Austrian Inpatient Quality Indicators (A-IQI) führt die Operation am Aufnahme- oder Folgetag als eigenen Versorgungsindikator.1,2,15 Ein eindeutig überlegener Grenzwert von exakt 24 gegenüber 48 Stunden ist jedoch nicht gesichert.

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