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IBDnet TALKS 2026

Schwanger mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung

Neue Daten zur Betreuung von Patientinnen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) zeigen: Die Krankheitsaktivität ist nach wie vor der wichtigste Prädiktor für den Schwangerschaftsverlauf. Dies und was bei IBD-Patientinnen mit Kinderwunsch zu beachten ist, erläuterte PD Dr. med. Pascal Juillerat, Intesto (Fribourg, Bern), in seinem Vortrag bei den IBDnet TALKS 2026.

Juillerat leitete seinen Vortrag mit einem Fallbericht ein: Bei einer 24-jährigen Frau wurde Morbus Crohn diagnostiziert, nachdem sie sechs Monate lang unter Durchfall und Bauchschmerzen gelitten hatte. Sie wies entzündliche Veränderungen, aber keine Stenosen, Fibrosen, Strikturen oder Fisteln auf. Die Endoskopie zeigte, dass das terminale Ileum auf einer Länge von fünf Zentimetern entzündet war. Nach der Montreal-Klassifikation handelte es sich um A2 L1 B1. Die Patientin wurde mit Budesonid und Prednison behandelt, womit es ihr zunächst gut ging. Doch bald nach der Diagnose hatte sie entschieden, ein Kind zu bekommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie einen Krankheitsschub mit einem Harvey-Bradshaw-Index (HBI) von 6 (moderate Krankheit), einem hohen Calprotectin-Wert von 357μg/g und Symptomen einer aktiven Erkrankung. Daher musste die Behandlung vor der Schwangerschaft optimiert werden.

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