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Serie Notfallmedizin

Dyspnoe beim Sport – oft falsch diagnostiziert

«Dyspnoe ist nicht automatisch pathologisch – sie ist ein Signal, dass der Körper an seine physiologische Grenze kommt», schrieben Depiazzi und Everard 2016 in Breathe.1 Dyspnoe beim Sport ist folglich zwar häufig, meistens jedoch physiologisch. Welche pathologischen Ursachen der Dyspnoe beim Sport zugrunde liegen können, welche Abklärungen sinnvoll und welche Therapien angezeigt sind, erläuterte Fabrizio Pumo, Oberarzt i.V. an der Klinik für Pneumologie am Universitätsspital Zürich, am FOMF Notfallmedizin Update Refresher.

Durch körperliche Aktivität steigt der Sauerstoffbedarf. Der Körper passt sich daran einerseits durch eine Erhöhung des Herzzeitvolumens an. Der kardiale Output steigt von 5l/min in Ruhe bis auf 20l/min bei Untrainierten und bis auf 30–40l/min bei Ausdauerathlet:innen. Andererseits reagiert das respiratorische System mit einer Zunahme des Atemzugvolumens und später der Ventilation. Im Lungenkreislauf steigt der Druck, was zu einer Gefässdilatation und zur Rekrutierung von zusätzlichen nichtdurchbluteten Gefässen führt. Ist die Atemarbeit aufgrund einer schlechten Kondition oder einer pathologischen Ursache im Vergleich zur Belastung erhöht, wird dies subjektiv als Luftnot empfunden. «Dyspnoe ist schwierig zu messen. Eine Beurteilung der subjektiven Belastung ist mit der Borg-Skala oder den NYHA-Klassen möglich», so Pumo.

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