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Das Projekt des Präsidenten
Jatros
30
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23.02.2017
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<p class="article-intro">Seine laufende Studie zur Inzidenz der rheumatoiden Arthritis stellte Dr. Rudolf Puchner, der neue Präsident der ÖGR, im Rahmen der Jahrestagung im Dezember vor.</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>Ausschlaggebend für den Start des Projekts war, dass sich Angaben zur Inzidenz der RA in Europa meist auf Zahlen beziehen, die vor mehr als 20 Jahren erhoben wurden. „Die meisten berufen sich auf die Daten von Symmons aus dem Norfolk Arthritis Register“, erklärt Puchner. Demnach liegt die Inzidenz bei 36/100.000 für Frauen und bei 14/100.000 bei Männern,<sup>1</sup> basierend auf den Diagnosekriterien der ARA (American Rheumatism Association) von 1987. Unter einem Beobachtungszeitraum von 5 Jahren und der Annahme einer verzögerten Notifizierung bzw. Registrierung nach Symptombeginn wurden diese Zahlen dann 1999 auf 54/100.000 (Frauen) und 24,5/100.000 (Männer) korrigiert.<sup>2</sup> Eine US-amerikanische Studie kam 2010 – ebenfalls unter Verwendung der ARA-Kriterien von 1987 – zu ähnlichen Ergebnissen für den Raum Minnesota.<sup>3</sup> Eine Nachberechnung mit den neuen Diagnosekriterien von ACR/EULAR 2010 bestätigte dann eine Inzidenz von 54/100.000 (Frauen) bzw. 25/100.000 (Männer).<sup>4</sup><br /> Puchner will nun eine Neubewertung der RA-Inzidenz durchführen: „Unsere epidemiologische Studie ist unseres Wissens die erste prospektive Untersuchung, bei der primär die neuen Klassifikationskriterien verwendet werden.“ Zusätzlich werden zum Vergleich auch die „alten“ ARA-Kriterien angewendet.<br /> Das Projekt startete im Jänner 2016, die Daten sollen über einen Zeitraum von 3 Jahren erhoben werden. Mit Unterstützung durch die Ärztekammer Oberösterreich wurden die Allgemeinmediziner vom Projekt informiert. Erfüllt ein Patient die Kriterien eines Kurzfragebogens, wird er an einen Spezialisten für Rheumatologie überwiesen. Das Datenblatt ist so ausgerichtet, dass auch Patienten erfasst werden, welche die Diagnosekriterien noch nicht erfüllen, bei denen aber dennoch der Verdacht auf die Entwicklung einer RA besteht. „Die Gegenprobe, ob wirklich alle Neuerkrankungen erfasst werden, wird mithilfe der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse erfolgen“, so Puchner.</p> <h2>Positiver Nebeneffekt</h2> <p>„Durch die mediale Unterstützung und die logistische Mithilfe seitens der Ärztekammer Oberösterreich steigt das Bewusstsein für RA in der Bevölkerung, was zur Früherkennung beitragen sollte“, meint Puchner. „Die Untersuchung hat somit auch einen Awareness-Charakter.“</p></p>
<p class="article-quelle">Quelle: Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für
Rheumatologie & Rehabilitation (ÖGR), 1.–3. Dezember
2016, Wien
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<p class="article-footer">
<a class="literatur" data-toggle="collapse" href="#collapseLiteratur" aria-expanded="false" aria-controls="collapseLiteratur" >Literatur</a>
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<p><strong>1</strong> Symmons DP et al: Br J Rheumatol 1994; 33(8): 7 35-9 <strong>2</strong> Wiles N et al: Arthritis Rheum 1 999; 4 2(7): 1 339-46 <strong>3</strong> Myasoedova E et al: Arthritis Rheum 2010; 62(6): 1576-82 <strong>4</strong> Humphreys JH et al: Ann Rheum Dis 2013; 72: 1315-20</p>
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