Zahl der Woche: 502 FSME-Fälle
Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:
Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich
zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 502 Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gemeldet, ein neuer Höchststand seit Einführung der Meldepflicht.
Bern. FSME-Erkrankungsfälle werden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Rahmen der obligatorischen Meldepflicht seit 1988 gemeldet. Seit 2014 lässt sich ein deutlicher Anstieg der Zahl der gemeldeten FSME-Fälle beobachten. Dieser Trend setzt sich nun fort, wie der jüngste epidemiologische Jahresbericht des BAG zeigt.
Demnach wurden im Jahr 2025 502 sichere, wahrscheinliche und mögliche Fälle von FSME gemeldet. Dies entspricht einer Melderate von 5,5 Fällen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Entwicklung wird durch mehrere Faktoren beeinflusst: Demografische, räumliche, Umwelt- und verhaltensbezogene Veränderungen der Exposition spielen ebenso eine Rolle wie neue Methoden der diagnostischen und klinischen Erfassung.
Wie bereits seit Beginn der Überwachung waren auch im Jahr 2025 Männer häufiger von FSME betroffen als Frauen. Insgesamt entfielen 57 % der gemeldeten Fälle auf Männer und 43 % auf Frauen. Das mediane Alter, unabhängig vom Geschlecht, lag bei 51 Jahren. Die Melderaten unterscheiden sich auch deutlich zwischen den Kantonen. Über den betrachteten Zeitraum wiesen insbesondere Graubünden (GR), St. Gallen (SG) und Thurgau (TG) wiederholt höhere Melderaten auf als der nationale Durchschnitt.
Die höchsten Fallzahlen wurden zwischen Mai und August verzeichnet. Wie bereits im Jahr davor setzte der saisonale Anstieg früher ein und die Phase erhöhter Fallzahlen dauerte länger an. Der Höhepunkt lag im Juni. Mit 133 gemeldeten Fällen in diesem Monat wurde der Höchstwert des Vorjahres (91 Fälle im Juni 2024) deutlich überschritten. Weiterhin machen ungeimpfte Personen den grössten Anteil der gemeldeten FSME-Fälle mit bekanntem Impfstatus aus.
«Der beobachtete Anstieg der FSME-Fälle lässt sich nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Insgesamt sprechen die Ergebnisse dafür, dass der Anstieg zumindest teilweise eine tatsächliche Zunahme der FSME-Erkrankungsfälle widerspiegelt», heisst es zusammenfassend im epidemiologischen Lagebericht. (tab)
Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Service: Publikation
Das könnte Sie auch interessieren:
Bald besserer Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitskrisen
Um die Bevölkerung besser vor Gesundheitskrisen schützen zu können, wollen die SGK-N das Epidemiegesetz ändern. Schutz bietet auch ein neues Gesundheitsabkommen mit der EU.
Zahl der unerwünschten Wirkungen nach Impfungen nahm ab
2025 gingen beim schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic 356 Meldungen unerwünschter Wirkungen nach Impfungen ein. Damit hat deren Zahl gegenüber 2024 abgenommen.
Vier von zehn Schweizern nutzen KI für Selbstdiagnose
Laut CSS-Gesundheitsstudie greifen doppelt so viele Personen wie im Vorjahr bei Krankheitssymptomen auf künstliche Intelligenz zurück. KI-Chatbots dienen der Bevölkerung vor allem als ...