Zahl der Woche: 22 324 roboterassistierte Eingriffe
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Im Jahr 2025 wurden in den Schweizer Spitälern 22 324 Eingriffe mittels OP-Roboter durchgeführt, 25% mehr als 2024. Am stärksten nahm der Einsatz in der orthopädischen Chirurgie zu.
Neuchatel. Die Roboterchirurgie hat sich seit ihren Anfängen in den frühen 2010er-Jahren zunehmend etabliert. Zwischen 2021 und 2025 erhöhte sie sich um durchschnittlich 25% pro Jahr von 9200 auf 22 324 Fälle, wie jetzt eine neue Publikation des Bundesamts für Statistik zeigt. Gleichzeitig erweiterte sich das Einsatzspektrum: Während Roboter lange vor allem bei der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt wurden, kommen sie heute zunehmend bei Krankheiten des Verdauungs- sowie des Muskel-Skelett-Systems zum Einsatz.
2025 hatten 37% der mit Roboterchirurgie operierten Personen einen Tumor, 24% eine Krankheit des Verdauungssystems (Hernien, Gallensteine), 22% eine Krankheit des Muskel-Skelett-Systems (insbesondere Arthrose), 10% eine Krankheit des Urogenitalsystems (Nierenerkrankungen, Endometriose) und 3% eine endokrine Krankheit, hauptsächlich Adipositas.
Am häufigsten kamen roboterassistierte Eingriffe bei Knietotalprothesen (4475 Fälle), bei Bauchhernienoperationen (4043 Fälle), radikalen Prostatektomien (Entfernung der Prostata: 3327 Fälle), Nephrektomien (Entfernung der Niere: 1304 Fälle), Hysterektomien (Entfernung der Gebärmutter: 1160 Fälle) und Kolonresektionen (966 Fälle) zum Einsatz. Diese sechs Operationen machten zusammen 68% aller roboterassistierten Eingriffe aus. Am stärksten zugenommen hat deren Zahl in den vergangenen drei Jahren bei Knietotalprothesen (+255%).
2025 waren fast alle grossen Spitäler mit einem Operationsroboter ausgestattet. 86% der Spitäler mit Zentrumsversorgung, 39% der Spitäler mit Grundversorgung und 54% der chirurgischen Spezialkliniken meldeten Hospitalisierungsfälle in Zusammenhang mit roboterassistierten Eingriffen. Fünf Jahre zuvor hatten diese Anteile noch 57%, 18% bzw. 15% betragen.
Weitere Ergebnisse der Auswertung: Halbprivat- oder Privatversicherte werden häufiger roboterassistiert operiert als Allgemeinversicherte. Zudem blieben die Patientinnen und Patienten generell weniger lang im Spital, wenn sie robotergestützt statt auf herkömmliche Weise operiert wurden. (tab)
Quelle: Bundesamt für Statistik
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