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«Whistleblower:innen geht es in der Schweiz schlecht»

Die Autorin und Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (sQmh) Erika Ziltener erklärt, warum Whistleblowing gut ist und der Föderalismus meistens nicht.

Welche Herausforderungen im schweizerischen Gesundheitswesen sind derzeit am drängendsten? Wir haben in der Schweiz eine sehr gute Gesundheitsversorgung mit Spitzenmedizin, die im Grossen und Ganzen für alle zugänglich ist. Aber es gibt grosse Probleme mit Qualitätslücken, vor allem beim Thema Sicherheit – das betrifft Patient:innen, aber auch das Personal. Das Meldesystem CIRS wird derzeit nicht konsequent und flächendeckend umgesetzt. Ziel sollte eine «just culture» sein, wo es gilt, aus Fehlern zu lernen und den Blick darauf zu richten, was im System und bei den Prozessen falsch läuft. Noch wird allerdings zu oft zuerst nach Schuldigen gesucht. So können wir uns aber nicht verbessern. Eine Vertrauensbasis ist nötig, damit wir aus Fehlern lernen (dürfen).

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