Vergleichbarkeit von Messwerten gefordert
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Der Bundesrat fordert nun, die Vergleichbarkeit von Messwerten in der medizinischen Diagnostik herzustellen. Das habe gleich eine ganze Reihe an Vorteilen, heisst es.
Bern. Es erleichtere Ärzten die Arbeit, schütze die Patienten und dämpfe die Kosten im Gesundheitswesen, heisst es seitens des Bundesrats zu den Vorteilen, die eine Vergleichbarkeit von Messwerten in der medizinischen Diagnostik bringt. Der Bundesrat fordert daher nun von der dafür zuständigen Schweizerischen Kommission für Qualitätssicherung im medizinischen Labor, die Vergleichbarkeit von Messwerten herzustellen. Dies, indem die Werte auf international anerkannte Referenzwerte zurückgeführt werden.
Rund zwei Drittel aller medizinischen Diagnosen und Behandlungen stützen sich derzeit auf labormedizinische Ergebnisse, und die Tendenz dazu, Labormesswerte für Diagnosen und Therapien heranzuziehen, steigt. Dennoch verhält es sich laut Bundesrat derzeit so, dass die verwendeten Apparate anders als beispielsweise Ladenwaagen und Tanksäulen keiner Prüfpflicht durch unabhängige Prüflaboratorien unterliegen.
Das habe zur Folge, dass die Ergebnisse der Geräte verschiedener Hersteller oft nicht übereinstimmen. Auch, dass Ärzte die Messwerte nicht untereinander austauschen können, was unnötige Wiederholungsmessungen nach sich zieht. Zudem akzeptieren die Spitäler aus Sicherheitsgründen die Laboranalysen einweisender Ärzte nicht und wiederholen sie. So steigen die Kosten, Patienten könnten wegen falscher Werte, etwa aufgrund einer Messung zum falschen Zeitpunkt, eine unzulängliche Therapie bekommen, und Ärzte haben mehr Arbeit. (sst)
Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)
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