Stents bleiben bei guten Cholesterinwerten offen
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Eine neue Studie zeigt, dass sich Gefässe im Bereich von Stents bei guten Cholesterinwerten nicht wieder verengen. Das wurde anhand einer Analyse von Patientendaten klar.
Bern. Die Daten von 178 Patienten nach einem Herzinfarkt haben Forscher unter der Leitung des Inselspitals, des Universitätsspitals Bern und der Universität Bern nun neu ausgewertet. Dies im Hinblick auf die Frage, wie sich Cholesterinwerte darauf auswirken, ob sich in Gefässen im Bereich von Stents neuerlich Ablagerungen bilden und sich diese wieder verengen. Das Ergebnis ihrer Arbeit fassen die Forscher um den Leiter des Herzkatheter-Labors des Inselspitals Lorenz Räber so zusammen: Je besser die Cholesterinwerte, also je tiefer das LDL-Cholesterin, umso geringer ist das Risiko einer erneuten Verengung der Gefässe.
Konkret zeigte die Analyse der Patientendaten, die aus Zentren in der Schweiz und in Japan stammten: Bei tiefen LDL-Cholesterinwerten traten nur bei sieben Prozent der Patienten Neoatherosklerosen auf. Bei unzureichend gesenkten Werten kam es bei 19 Prozent der Patienten zu neuerlichen Ablagerungen in den Gefässen und zu Verengungen. Ausserdem zeigte sich ein deutlicher Trend: Je tiefer der Blutfettspiegel, desto geringer war das Risiko für neue Ablagerungen. Dass der Stenttyp keinen Einfluss auf die Neubildung von Ablagerungen hat, war bereits bekannt.
In dem Ergebnis der neuen Studie sehen die Forscher den Auftrag, dass die Patienten noch stärker darüber informiert werden müssen, wie sehr tiefe Cholesterinwerte zum Erfolg der Therapie beitragen. (sst)
Quelle: Insel Gruppe – Inselspital, Universitätsspital Bern
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