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«Sprachbarrieren können gravierende Folgen haben»

Michaela Albl-Mikasa, Professorin für Dolmetschwissenschaften an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), spricht im Interview über Sprachbarrieren im Gesundheitswesen und Lösungsansätze.

Diese Woche hat die Tagung «Diagnosesicherheit und Rechtssicherheit durch barrierefreie Kommunikation» in Zürich stattgefunden. Welche Rolle spielt dieses Thema derzeit an der ZHAW? An der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften laufen derzeit zwei Projekte zum Thema Sprachbarrieren im Gesundheitswesen. Einerseits wird bei uns am Institut an der Plattform «Digilinguo» gearbeitet. Dabei geht es darum, öffentlichen Organisationen wie Spitälern zu helfen, digitale Tools und künstliche Intelligenz sinnvoll einzusetzen, um Sprachbarrieren zu überwinden. Für ein zweites Projekt (Digitools) wird derzeit an einer Studie für das Bundesamt für Gesundheit gearbeitet, wo der Einsatz einer maschinellen Übersetzungsapp im klinischen Kontext evaluiert wird. Schliesslich geht es im AMIT-Projekt darum, die Anwendung unterschiedlicher Dolmetschmodi – vor Ort, per Video oder Telefon sowie auch Übersetzungsapps – in unterschiedlichen Situationen im Spital zu eruieren und auf Basis der Ergebnisse offizielle Empfehlungen zu formulieren. Hier führen wir gerade Umfragen durch. Das Projekt stösst jetzt schon auf grosses Interesse und wurde diese Woche von unserem Projektpartner Bhaasha an der Tagung am 24. März in Zürich vorgestellt.

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