Spitäler gegen Erhöhung des Selbstbehalts bei Notfallbesuchen
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Der Spitalverband H+ lehnt die Erhöhung des Selbstbehalts bei Notfallbesuchen ab. Diese sei «unpraktisch und ineffektiv».
Bern. Mit dem Ziel, Spitalnotfallstationen von Patienten mit leichten Verletzungen zu entlasten, beschloss der Nationalrat, den Selbstbehalt bei Notfallbesuchen ohne schriftliche Überweisung zu erhöhen. Der Spitalverband H+ Ihre Spitäler hofft nun, dass der Ständerat auf diese Entscheidung zurückkommt und noch einmal darüber berät. Denn die Erhöhung des Selbstbehalts, der derzeit bei 50 Franken liegt, sei «unpraktisch und ineffektiv».
Komme es zu der Erhöhung, müssten die Spitäler bei jedem Notfallbesuch prüfen, ob eine schriftliche Überweisung vorliegt, anschliessend das Ergebnis dokumentieren und an die Krankenversicherer senden. Ausserdem drohen bei einer Erhöhung zusätzliche Abklärungen und Reklamationen, wodurch es zu Mehrkosten komme. Zu der neuen Regelung passt laut dem Spitalverband auch nicht, dass die Notfallstationen zu Randzeiten und am Wochenende oft die einzigen Anlaufstellen für leicht Verletzte sind. Auch bestehe die Gefahr, dass sozial schwächer gestellte Menschen wegen der Erhöhung auf nötige Behandlungen verzichten.
Aus Sicht von H+ Ihre Spitäler könnten die Notfallstationen durch andere Lösungen besser entlastet werden. Dazu würden etwa eine ausgebaute Grundversorgung, eine Stärkung der Hausarztmedizin und eine Notfalltriagierung im Bereich der Telemedizin zählen. (sst)
Quelle: H + Ihre Spitäler
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