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Schweizer KI könnte bei Sprachstörung helfen

Ein Team der EPFL hat ein KI-Sprachmodell entwickelt, das erstmals auch die räumliche Anordnung neuronaler Cluster im Gehirn abbildet. Das Potenzial für klinische Anwendungen ist laut Expert:innen gross.

Lausanne. Das Gehirn organisiert Sprache bemerkenswert präzise: Neuronale Cluster spezialisieren sich auf verschiedene linguistische Aufgaben – etwa auf Verben oder Nomen. Bisherige KI-Sprachmodelle konnten diese funktionellen Gruppen gut abbilden, ignorierten jedoch die räumliche Struktur des Gehirns. Genau hier setzt die Arbeit des NeuroAI-Labors der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) an: Mit «TopoLM» haben Martin Schrimpf und sein Team erstmals ein Modell entwickelt, das sowohl die funktionelle als auch die räumliche Organisation neuronaler Einheiten integriert. Damit eröffnet das Modell neue Perspektiven für neurolinguistische Forschung und mögliche klinische Anwendungen – etwa bei Sprachstörungen.

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