Schweiz setzt auf multinationale Versorgung
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Die Schweiz ist einer europäischen Koordinationsstelle für Militärmedizin beigetreten. Ziel ist es, die internationale Zusammenarbeit in Krisensituationen zu fördern.
Bern. Die Schweiz ist nun Teil des Multinational Medical Coordination Centre Europe (MMCC-E). Der Oberfeldarzt der Schweizer Armee, Divisionär Andreas Stettbacher, unterzeichnete im Namen des Bundes die Beitrittserklärung zur Gruppe Verteidigung des MMCC-E. Ziel ist es, die Schweiz in der Koordination und dem Management von Patient:innen bei aussergewöhnlichen Ereignissen und in Krisensituationen zu stärken. Der Beitritt reflektiert die Absicht des Bundes, die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Militärmedizin auszubauen und den Handlungsspielraum der Schweiz in Krisensituationen zu erweitern.
Vor dem Beitritt arbeitete die Schweiz ein Jahr lang als Beobachterin erfolgreich mit dem MMCC-E zusammen. Mit der Unterzeichnung der sogenannten «Declaration of Full Operational Capability» (FOC) bestätigt die Schweiz nun, dass sie die notwendigen Kriterien für die Interoperabilität mit den 18 Partnerländern des MMCC-E erfüllt. Dies erhöht die Effizienz und die Fähigkeit, bei internationalen Krisen schnell und koordiniert zu handeln.
Die Kooperation mit den Nachbarstaaten stärkt die Interoperabilität im Bereich der Verteidigung, ohne die Neutralität oder sicherheitspolitische Interessen der Schweiz zu gefährden, heisst es vom Bund. Die Schweizer Armee setze auf flexible Zusammenarbeit, um an internationalen Bestrebungen teilzunehmen und gleichzeitig die eigenen Prinzipien zu wahren. Durch die Festlegung internationaler Standards werde ein reibungsloser Informationsaustausch und eine effiziente Führung innerhalb des Verbundes gewährleistet. (red)
Quelle: Bundesrat
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