Schritt zur Verbesserung der Versorgungsqualität in Spitälern
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Die Kantone sollen nun dazu verpflichtet werden, das Angebot in den Spitälern gemeinsam aufeinander abzustimmen: Für die Krankenversicherer ist das ein «notwendiger Schritt».
Bern. Auf engstem Raum bieten mehrere Spitäler in ihren stationären Bereichen die gleichen Eingriffe und Behandlungen an. Diese Doppelspurigkeiten sind nicht nur teuer: Die Spitäler erreichen dadurch auch nur niedrige Fallzahlen und können sich daher weniger leicht spezialisieren, was die Versorgungsqualität einschränkt.
So sieht die Situation in der Schweiz seit Langem und auch aktuell aus. Nur was lässt sich dagegen tun? Die Antwort ist eigentlich einfach: Das stationäre Angebot in den interkantonalen Versorgungsregionen gemeinsam von mehreren Kantonen planen, bestimmen und erteilen lassen sowie dabei Schwerpunkte setzen, die der Spezialisierung dienen.
Der Umsetzung standen laut dem Branchenverband der Schweizer Krankenversicherer prio.swiss oft «regionalpolitische Überlegungen» entgegen. Nach einer entsprechenden Anregung des Ständerats und einer kürzlich erfolgten Motion des Nationalrats sollen die Kantone nun aber durch eine Änderung im Krankenversicherungsgesetz (KVG) gesetzlich zur Zusammenarbeit mit dem Ziel einer verbesserten Versorgungsqualität verpflichtet werden.
Für prio.swiss ist das ein «notwendiger Schritt», wie Verbandsdirektorin Saskia Schenker sagt. Prio.swiss sei zwar dafür, dass Spitalplanungen und Spitallisten in der Hand der Kantone bleiben sollen, da diese die regionalen Bedürfnisse kennen. Die Kantone sollten aber endlich das Potenzial der überregionalen Spitalplanung ausschöpfen.
Denn, so Schenker weiter: Sobald gemäss dem geplanten gesetzlichen Auftrag Doppelspurigkeiten erkannt und abgebaut würden, die Spitäler also nicht mehr alles anbieten müssten, sondern sich stattdessen Schwerpunkte setzen und spezialisieren könnten, «werden die Kosten sinken und die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit der Spitalstrukturen wird erreicht». Ausserdem würde durch das Steigen der Fallzahlen die Qualität der Versorgung erhöht, was wohl im Sinn aller Beteiligten ist, vor allem aber der Patientinnen und Patienten. (sst)
Quelle: prio.swiss
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