© Barbora Prekopova/Kinderspital Zürich

Roboter soll Operationen an Zwillingen erleichtern

Schweizer Forschende haben ein robotergesteuertes Fetoskop für heikle Eingriffe an ungeborenen Zwillingen entwickelt. Die Technologie soll Chirurginnen und Chirurgen helfen, Blutgefässe in der Plazenta präziser zu erreichen und zu verschliessen.

Zürich. Bei manchen Zwillingsschwangerschaften teilen sich die beiden Föten eine Plazenta. Über gemeinsame Blutgefässe kann dadurch der Blutfluss zwischen den Föten aus dem Gleichgewicht geraten. Das sogenannte fetofetale Transfusionssyndrom (FFTS) kann für beide Kinder lebensgefährlich sein. Allein in der Schweiz sind laut ETH Zürich jährlich etwa 20 bis 30 Frauen davon betroffen. Zur Behandlung führen Chirurginnen und Chirurgen ein Fetoskop – ein dünnes Instrument mit einer Kamera – durch die Bauchdecke bis zur Plazenta. Über einen Kanal im Instrument wird eine Laserfaser eingeführt, mit der die verbindenden Blutgefässe verschlossen werden.

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