Psychiatrieverbände fordern bessere Versorgung und Finanzierung
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Der Bundesrat veröffentlichte kürzlich einen Bericht zur psychischen Gesundheit der Schweizer Bevölkerung. Medizinische Fachverbände kritisieren ihn als mangelhaft und fordern konkrete Verbesserungen.
Psychische Gesundheit müsse gefördert und die psychiatrische Versorgung weiterentwickelt werden – zu diesen Schlüssen kommt der Bericht des Bundesrats «Wie steht es um die psychische Gesundheit in der Schweiz und wie kann sie zur Bewältigung künftiger Krisen gestärkt werden?». Für die Psychiatrieverbände Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP), Schweizerische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (SGKJPP) und Swiss Mental Health Care (SMHC) sind diese Schlüsse zwar korrekt, der Bericht an sich aber unzureichend und mangelhaft. Denn obwohl der Bundesrat einige Handlungsfelder benennt, bleibt er in seinen Schlussfolgerungen und vorgeschlagenen Massnahmen höchst vage, heisst es in einer Aussendung der Fachverbände. Auf die besonders dringenden Probleme – Erhöhung der Anzahl an Studienplätzen, um den wachsenden Bedarf an Fachärzt:innen in der Psychiatrie und Psychotherapie mit inländischem Nachwuchs zu decken sowie Verbesserungen bei der Finanzierung der psychiatrischen Leistungen – liefere der Bundesrat keine Antworten.
Die Psychiatrieverbände stellen deshalb erneut Forderungen: Die Anzahl an Studienplätzen müsse erhöht werden, um den steigenden Bedarf an Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie mit inländischem Nachwuchs zu decken. Ferner sei die kostendeckende Finanzierung einer integrierten Versorgung mit multiprofessionellen Teams aufzubauen – für eine bedarfsgerechte Behandlung, auch in dezentralen Gebieten. Gleichzeitig müssten Tarifschranken zugunsten von innovativen und effizienteren Behandlungen abgebaut werden. Sollte all dies nicht geschehen, wird sich «die heute vielerorts schon deutliche psychiatrische und psychotherapeutische Unterversorgung» laut den Fachverbänden weiter verschärfen, was wiederum zu längeren Wartezeiten führt und die Behandlungsqualität gefährdet. (kagr)
Quelle: Medienmitteilung der Psychiatrieverbände
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