Plötzlicher Herztod kommt seltener vor
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Eine europäische Vergleichsstudie zeigt, dass der plötzliche Herztod seltener vorkommt. Warum das so ist, lässt sich nicht genau erklären.
Bern. Der plötzliche Herztod tritt in vielen europäischen Ländern seltener ein. So wie in der Schweiz auch in Österreich, Belgien und Schweden, Italien und Kroatien, Tschechien und der Slowakei. Zu diesem Ergebnis kommt eine europäische Vergleichsstudie von Wissenschaftlern der Universität Ferrara in Italien. Als Grundlage für die Studie diente die Mortalitätsdatenbank der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die untersuchten Daten stammen aus den Jahren 2010 bis 2020 und aus 26 Ländern, wo 2,6 Millionen Sterbefälle dieser Art gemeldet wurden. 1,9 Millionen betrafen Männer, rund 650 000 Frauen.
In Österreich und Belgien sank die Rate der plötzlichen Todesfälle im Ländervergleich besonders stark, nämlich um jährlich acht beziehungsweise 7,9 Prozent. Es gab auch Länder, in denen die Rate stabil blieb, wie Frankreich, den Niederlanden, Dänemark, Estland, Lettland und Litauen, Slowenien, Ungarn und Frankreich. Etwas erhöht hat sich die Sterblichkeit in Spanien, Deutschland, Polen und Rumänien. Der Regionenvergleich sieht so aus: In Westeuropa sank die Sterblichkeit um jährlich zwei Prozent, in Nordeuropa reduzierte sich die Zahl geringfügig. In Südeuropa stieg sie um 3,3 Prozent, in Osteuropa um 3,4 Prozent.
Die Ursachen für diese Entwicklungen sind laut den Studienautoren nicht genau zu erklären. Ökonomische Faktoren und andere Rahmenbedingungen könnten eine Rolle spielen. (sst)
Quelle: Universität Ferrara (IT)
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