Nationalrat gibt Geldspritze für Digitalisierung frei
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400 Millionen Franken hat der Nationalrat für Digitalisierung im Gesundheitswesen bewilligt. Das Projekt «Digisanté» soll die Behandlungsqualität, die Effizienz, die Transparenz des Gesundheitssystems und die Patientensicherheit erhöhen.
«Digisanté», ein 400 Millionen Franken schweres Projekt zur stärkeren Digitalisierung des Gesundheitswesens, wurde nun vom Nationalrat bewilligt. Weil bisher unterschiedliche Gesundheitseinrichtungen und Kantone mit unterschiedlichen Systemen arbeiten, ist eine bundesweite Vernetzung nur schwer möglich. Der Handlungsbedarf sei gross, sagte Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider: «Es mangelt in der Schweiz nicht am Willen zu digitalisieren. Alle Akteure wollen vorwärtsmachen. Doch ohne Koordination und ohne aktive Rolle des Bundes werden die Systeme weiter auseinanderdriften.»
Weil das Projekt auch umstritten ist, hat der Nationalrat dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) klare Vorgaben betreffend Zielsetzung, Controlling und Einbezug der betreffenden Akteure gemacht. Überdies erwartet der Nationalrat einen jährlichen Bericht ans Parlament.
Das Projekt soll einen sicheren digitalen Service für alle Beteiligten im Gesundheitswesen schaffen. Daten sollen nur noch einmal eingegeben und dann verschieden genutzt werden. «Digisanté» besteht aus zahlreichen Teilprojekten, die sich in vier Schritte gliedern. Im ersten werden die technischen Grundlagen geschaffen, im zweiten der sichere Datenraum. Das heisst, dass Schnittstellen zwischen Anwendungen entstehen, sodass Daten sicher aus Registern und Systemen auf andere Anwendungen oder in Patientendossiers übertragen werden können; Zugriffsrechte und Datenschutz eingeschlossen. Im dritten Schritt sollen die Dienstleistungen der Behörden digitalisiert werden. Mit dem vierten soll es möglich werden, die Daten weiterzuverwenden, etwa für die Forschung. (red)
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