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Mehrkosten nach Systemwechsel in Psychotherapie

Der neue Obsan-Monitoringbericht zeigt: Der Wechsel zum Anordnungsmodell führte zu höheren Kosten. Die Ursachen für die Kostenzunahme sind vielfältig.

Bern. Welche Auswirkungen hatte der Wechsel vom Delegations- zum Anordnungsmodell im Bereich der Psychotherapie? Der zweite Monitoringbericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zeigt nun, dass die Reform zu jährlichen Mehrkosten von durchschnittlich 131 Millionen Franken geführt hat. Seit dem 1. Juli 2022 können psychologische Psychotherapeut:innen auf ärztliche Anordnung hin selbstständig zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) tätig sein. Ziel waren ein besserer Zugang zu psychotherapeutischen Leistungen und eine verbesserte Versorgung. Laut Monitoringbericht hatte dies einen deutlichen Kostenanstieg zur Folge: Die OKP-Kosten stiegen von 528 Millionen Franken im Jahr 2021 auf 922 Millionen Franken im Jahr 2024. Besonders stark fiel der Anstieg mit 217 Millionen Franken zwischen 2022 und 2023 aus, nachdem 2023 das Delegationsmodell vollständig abgelöst wurde.

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