Mehr Sicherheit durch digitales Rezept
Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:
Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich
zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)
Der Bundesrat will das Heilmittelgesetz modernisieren. Digitale Tools spielen dabei eine grosse Rolle und sollen die Therapiesicherheit stärken. Was das für Ärzt:innen und Patient:innen bedeutet.
Bern. Der Bundesrat hat diese Woche die Botschaft zur Revision des Heilmittelgesetzes (HMG) verabschiedet. Ziel ist es, die Digitalisierung im Behandlungsprozess zu fördern und damit die Sicherheit bei der Medikamentenverabreichung zu erhöhen. Künftig sollen ärztliche Verschreibungen elektronisch erfolgen und eingelöst werden. Dadurch lassen sich Missverständnisse und Fehler bei der Medikation verringern. Auch Fälschungen oder missbräuchliche Mehrfacheinlösungen sollen durch das elektronische Rezept verhindert werden.
Neu soll für Patient:innen ein elektronischer Medikationsplan eingeführt werden, der eine Übersicht über die einzunehmenden Arzneimittel und deren Anwendung enthält. Dieser Plan kann im elektronischen Patientendossier (EPD) hinterlegt und bei Bedarf ausgedruckt werden. Gesundheitsfachpersonen werden verpflichtet, den Medikationsplan elektronisch zu erstellen und aktuell zu halten. Ziel ist es, Medikationsfehler zu vermeiden, Wechselwirkungen frühzeitig zu erkennen und die Therapietreue zu erhöhen. Die verwendeten Systeme müssen sicher und interoperabel sein, werden jedoch nicht vom Bund betrieben.
Die Revision beinhaltet auch Regelungen zur besseren Anwendungssicherheit bei Kindern durch den Einsatz elektronischer Dosierungsrechner in Spitälern. Zudem werden Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMP) klarer reguliert und an EU-Standards angepasst, um den Zugang zu innovativen Behandlungen zu erleichtern. Auch in der Tiermedizin werden die Voraussetzungen geschaffen, um ATMPs zuzulassen und Resistenzen vorzubeugen. Damit stärkt die Gesetzesrevision sowohl die Human- als auch die Veterinärmedizin in der Schweiz. (red)
Quelle: BAG
Das könnte Sie auch interessieren:
Grosse Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem
Der aktuelle STADA Health Report zeigt: Viele Schweizer sind mit dem Gesundheitssystem sehr zufrieden und meinen, es gehöre zu den weltweit besten.
US-Pharmapolitik birgt Milliardenrisiken für die Schweiz
Die Entwicklungen in den USA könnten das Wachstum der Schweizer Pharmaindustrie langfristig deutlich bremsen. Eine Szenarioanalyse zeigt einen drastischen Verlust an Wertschöpfung bis ...
Kommt bald Warnung vor Paracetamol in der Schwangerschaft?
Eine Studie zeigte, dass die Einnahme des Wirkstoffs in der Schwangerschaft womöglich die Fruchtbarkeit und den Zeitpunkt der Menopause bei Töchtern beeinflusst.