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Mehr Kompetenzen für Bund bei Medikamentenversorgung

Der Bundesrat lehnte die Initiative zur medizinischen Versorgungssicherheit ab und plant einen gezielten Gegenentwurf. Fokus liegt auf der Stärkung des Bundes bei Engpässen in der Grundversorgung.

Bern. Der Bundesrat hat die Initiative «Ja zur medizinischen Versorgungssicherheit» abgelehnt – sie sei zu wenig zielgerichtet und nicht wirksam genug. Nun wird ein Gegenentwurf geplant, der gezielt bei wichtigen, häufig genutzten Medikamenten der Grundversorgung ansetzt. Am häufigsten treten Versorgungsengpässe bei den günstigen Medikamenten mit abgelaufenem Patentschutz auf, darunter Schmerzmittel, Impfstoffe und Antibiotika. Ausgerechnet hier kann der Bund heute aber mangels Versorgungskompetenzen nicht tätig werden. Er kann erst bei drohenden schweren Mangellagen lebenswichtiger Medikamente sowie in Epidemien/Pandemien zur Bekämpfung übertragbarer, stark verbreiteter oder bösartiger Krankheiten aktiv werden. Mit dem direkten Gegenentwurf erhält der Bund einen entsprechenden verfassungsmässigen Auftrag, den er in Zusammenarbeit mit den Kantonen und unter Einbezug der Wirtschaft umsetzt.

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