Kein Kassenbeitrag für Verhütungsmittel
Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:
Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich
zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)
Der Nationalrat lehnt eine Initiative ab, die Krankenkassen dazu verpflichten sollte, Verhütungsmittel zu übernehmen. Die Diskussion um Gesundheitsgerechtigkeit bleibt offen.
Bern. Auch der Nationalrat lehnte nun die Standesinitiative des Kantons Genf ab, die eine Aufnahme von Verhütungsmitteln in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) forderte, wie das Parlament mitteilte. Bereits im Dezember hatte der Ständerat diese Initiative abgelehnt, womit das Geschäft nun erledigt ist. Die geforderten Verhütungsmittel, wie die Pille, Spiralen, Kondome und die Pille danach, sollten nach dem Vorschlag kostenlos für alle versicherten Personen zugänglich sein. Heute laste die Verantwortung im Bereich der sexuellen Gesundheit der gesamten Bevölkerung hauptsächlich auf den Frauen, lautete die Argumentation.
Die Mehrheit im Nationalrat argumentierte, dass die OKP lediglich für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten sowie für Mutterschaftsleistungen zuständig sei. Verhütungsmittel dienten weder der Prävention noch der Behandlung von Krankheiten und könnten daher nicht als Leistung bei Mutterschaft gewertet werden. Diese Entscheidung stiess auf Kritik von einer linken Minderheit, die es als inkohärent ansah, dass die OKP Schwangerschafts- und Menopausekosten abdeckt, jedoch nicht die Kosten für die Verhütung.
Das Thema Verhütung bleibt ein umstrittenes Thema in der Schweizer Gesundheitspolitik, wobei der Zugang zu Verhütungsmitteln weiterhin als wichtige Herausforderung angesehen wird. (red)
Quelle: Parlament
Das könnte Sie auch interessieren:
Grosse Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem
Der aktuelle STADA Health Report zeigt: Viele Schweizer sind mit dem Gesundheitssystem sehr zufrieden und meinen, es gehöre zu den weltweit besten.
US-Pharmapolitik birgt Milliardenrisiken für die Schweiz
Die Entwicklungen in den USA könnten das Wachstum der Schweizer Pharmaindustrie langfristig deutlich bremsen. Eine Szenarioanalyse zeigt einen drastischen Verlust an Wertschöpfung bis ...
Kommt bald Warnung vor Paracetamol in der Schwangerschaft?
Eine Studie zeigte, dass die Einnahme des Wirkstoffs in der Schwangerschaft womöglich die Fruchtbarkeit und den Zeitpunkt der Menopause bei Töchtern beeinflusst.