Internationale Vierfach-Nierentransplantation gelungen
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Gemeinsam mit französischen Spitälern führte das Genfer Universitätsspital kürzlich eine Vierfach-Nierentransplantation durch. An der gelungenen OP waren acht Patienten beteiligt.
Genf. Acht voneinander abhängige Eingriffe innerhalb von 24 Stunden waren notwendig, um eine internationale Vierfach-Nierentransplantation durchzuführen, die nach Angaben der beteiligten Kliniken eine Premiere war. Zu diesen Kliniken, die die Eingriffe präzise koordinieren und den Transport der Organe genauso präzise organisieren mussten, zählten neben dem Genfer Universitätsspital die drei Universitätskliniken in Montpellier, Reims und Toulouse. Für die Vierfach-Nierentransplantation, ein sogenanntes Kreuzspendeverfahren, wurden vier inkompatible Spender-Empfänger-Paare so miteinander kombiniert, dass eine gegenseitige, anonyme Kompatibilität zwischen den Paaren entstand. Für die vier Empfänger haben diese Kreuz-Lebendspenden gleich mehrere Vorteile: Sie verkürzen die Wartezeit auf ein Organ und verbessern die Überlebenschancen.
Das Genfer Universitätsspital engagiert sich seit Jahren im Bereich der Kreuzspenden, war bisher aber durch die begrenzte Zahl nationaler Spenderpaare dabei eingeschränkt. Durch die Zusammenarbeit mit den französischen Spitälern vergrößern sich die Spender- und Empfängerkreise erheblich. Das betrachtet die Schweizer Stiftung Swisstransplant als „bedeutenden Fortschritt“, der besonders Patienten mit schwierigen Kompatibilitätsprofilen neue Perspektiven eröffne. (sst)
Quelle: Universitätsspital Genf/Schweizer Stiftung Swisstransplant
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