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Hausärzt:innen verschreiben teilweise falsche Antibiotikaklasse

Der neue «Swiss Antibiotic Resistance Report 2024» zeigt auf, dass es beim Einsatz von Antibiotika vor allem in der Humanmedizin noch Verbesserungsbedarf gibt.

Bern. In der Humanmedizin ist der Einsatz von Antibiotika nach der Covid-19-Pandemie insgesamt wieder auf ein ähnliches Niveau wie 2019 angestiegen. Das geht aus dem neuen «Swiss Antibiotic Resistance Report 2024» (SARR 2024) hervor. Bei Verschreibungen von Hausärzt:innen wurde dabei in 20 Prozent der Fälle bei der Wahl der Antibiotikaklasse nicht den nationalen Richtlinien Folge geleistet. Zudem werden in der lateinischen Schweiz weiterhin wesentlich mehr Antibiotika eingesetzt als in der Deutschschweiz. Beides deutet auf ein Verbesserungspotenzial bei der Verschreibungspraxis hin. Die gute Nachricht ist, dass sich Verschreibungen von sogenannten kritischen Antibiotika, also jenen, die ein hohes Potenzial zur Resistenzbildung haben, in der Humanmedizin seit 2014 insgesamt um 26 Prozent reduziert haben. Die Veterinärmedizin ist hier sogar noch besser unterwegs: Im gleichen Zeitraum wurde beim Einsatz von kritischen Antibiotika bei Nutztieren ein Rückgang um 76 Prozent verzeichnet. Die aktuellen Daten zeigen ausserdem, dass in der Veterinärmedizin auch die richtigen Antibiotikaklassen eingesetzt werden.

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