Grosse Mängel bei Filler-Anwendungen festgestellt
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Kantonale Heilmittelbehörden und Swissmedic kontrollierten kürzlich 84 Betriebe, die Schönheitsbehandlungen anbieten. Dabei wurden grosse Mängel bei Filler-Anwendungen festgestellt.
Bern. Volle Lippen und/oder ein faltenfreies Gesicht. Das wünschen sich viele, und mit Filler-Anwendungen lässt sich dieser Wunsch erfüllen. Doch nicht immer geht die Sache gut aus. Blutergüsse, Infektionen, sogar Nervenschäden und Gewebenekrosen drohen, wenn die gelartigen Substanzen unsachgemäss unter die Haut gespritzt werden.
Und das Risiko für eine unsachgemässe Einspritzung ist gross. Das zeigt eine Kontrolle, die kantonale Heilmittelbehörden und Swissmedic kürzlich in 84 Betrieben durchführten, die Schönheitsbehandlungen anbieten. 50 der inspizierten Arztpraxen, Kliniken für Ästhetische Chirurgie und Kosmetikstudios führten auch Filler-Anwendungen durch. In 52 Prozent davon wurden Mängel in Bezug auf die fachliche Qualifikation der Anwender:innen festgestellt, wobei ausschliesslich Kosmetikstudios betroffen waren. In 83 Prozent der Betriebe fehlte überhaupt deren berufliche Qualifikation. Abgesehen von den Anwender:innen wurden noch 140 Filler-Typen kontrolliert. 61 Prozent davon waren nicht gemäss den Herstellerangaben gelagert, bei neun Prozent war das Haltbarkeitsdatum überschritten.
2025 fand Swissmedic zufolge eine ähnliche Kontrolle vergleichbar vieler Betriebe statt. Damals stellte man in 80 Prozent derjenigen, die Lippen- und Faltenunterspritzungen anbieten, diverse Mängel bei der Filler-Anwendung fest. (sst)
Quelle: Schweizerisches Heilmittelinstitut Swissmedic
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