© Stockfotos-MG – stock.adobe.com

Grober Fehler: Bund verrechnete sich bei AHV-Ausgaben

Bei den erwarteten Ausgaben der obligatorischen Rentenversicherung hat sich der Bund um mehrere Milliarden verrechnet. Linke fordern nun eine Wiederholung der Abstimmung über das Rentenalter von Frauen.

Bern. Bei der Berechnung der prognostizierten Ausgaben der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist ein gravierender Rechenfehler passiert. 2033 dürften die AHV-Ausgaben rund vier Milliarden Franken oder rund sechs Prozent niedriger ausfallen, als bisher berechnet. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat bei Kontrollarbeiten in den AHV-Finanzperspektiven festgestellt, dass die AHV-Ausgaben langfristig unplausibel hoch erscheinen. Grund sind laut BSV zwei fehlerhafte Formeln im Berechnungsprogramm. Das führte zu Kritik von SP und dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB): Der Bund habe mit seinen «negativen Angstszenarien die AHV-Politik massgebend beeinflusst und grossen Druck auf Leistungskürzungen ausgeübt. Arbeitnehmende und Rentner:innen wurden in die Irre geführt. Die publizierten Abweichungen entsprechen fast einer 13. Monatsrente», schreibt die SGB auf ihrer Webseite. «Die fehlerhafte Berechnung der AHV-Finanzperspektiven zeigen klar, dass die längerfristige Finanzierung der AHV viel solider ist, als bisher prognostiziert wurde. Die Pläne der Bürgerlichen, bei den Rentenleistungen zu kürzen und sogar das Rentenalter zu erhöhen, gehören damit definitiv vom Tisch», meinte auch SP-Co-Fraktionspräsidentin Samira Marti.

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top