© Biozentrum Universität Basel

Gehirn steuert Bewegungen wie mit Ampelsignalen

Eine neue Studie der Universität Basel und des FMI verändert das Verständnis von Motorik und hilft, Krankheiten wie Parkinson besser zu erklären.

Basel. Forschende der Universität Basel und des Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI) zeigen in der Fachzeitschrift «Nature», dass Nervenzellen in den Basalganglien nicht nur Bewegungen hemmen, sondern diese hochpräzise freigeben oder unterdrücken – je nach Kontext. Das bisherige Modell, wonach diese Hirnregion motorische Impulse pauschal hemmt und nur kurzzeitig «freigibt», greift laut der Studie bei komplexen Handlungsabläufen zu kurz. Die beobachteten Nervenzellen in der Substantia Nigra pars reticulata (SNr), dem Hauptausgang der Basalganglien, zeigen differenzierte Aktivitätsmuster in Abhängigkeit von der gerade geplanten Bewegung.

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