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Forschungspreise der Herzstiftung vergeben

Die diesjährigen Forschungspreise der Schweizerischen Herzstiftung werden für Arbeiten zur Hirnschlagbehandlung und zur Herzdiagnostik vergeben.

Bern. Am plötzlichen Herztod oder Herz-Kreislauf-Stillstand sterben in der Schweiz jedes Jahr rund 7000 Menschen. Bestimmte Ausprägungen von Herzinsuffizienz zählen zu den Ursachen. Ob bei Herzinsuffizienz Gefahr für den plötzlichen Herztod besteht, wird herkömmlicherweise anhand der Pumpfunktion der linken Herzkammer ermittelt. Der Kardiologe Christoph Gräni, Leiter der kardialen Bildgebung und Digital Cardiology am Inselspital Bern, zeigte nun in einer Forschungsarbeit, dass das Ausmass der Vernarbungen im Herzmuskel deutlich genauere Voraussagen liefert. «Dank der neuen Risikobeurteilung kann man künftig die Therapie verbessern», erklärt Gräni. Dies insofern, als Patienten mit einem niedrigen Risiko nicht unnötigerweise einen Defibrillator implantiert bekommen, während Hochrisikopatienten damit geschützt werden können. Eine weitere Ursache für den plötzlichen Herztod sind angeborene Fehlentwicklungen der Herzkranzgefässe. Hier hat Gräni mithilfe der künstlichen Intelligenz ein Verfahren entwickelt, das diese Fehlentwicklungen über eine Computertomografie automatisch entdeckt. Für seine Arbeit erhielt Gräni den Forschungspreis der Schweizerischen Herzstiftung Kardiologie mit Sitz in Bern.

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