Forschungspreise der Herzstiftung vergeben
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Die diesjährigen Forschungspreise der Schweizerischen Herzstiftung werden für Arbeiten zur Hirnschlagbehandlung und zur Herzdiagnostik vergeben.
Bern. Am plötzlichen Herztod oder Herz-Kreislauf-Stillstand sterben in der Schweiz jedes Jahr rund 7000 Menschen. Bestimmte Ausprägungen von Herzinsuffizienz zählen zu den Ursachen. Ob bei Herzinsuffizienz Gefahr für den plötzlichen Herztod besteht, wird herkömmlicherweise anhand der Pumpfunktion der linken Herzkammer ermittelt. Der Kardiologe Christoph Gräni, Leiter der kardialen Bildgebung und Digital Cardiology am Inselspital Bern, zeigte nun in einer Forschungsarbeit, dass das Ausmass der Vernarbungen im Herzmuskel deutlich genauere Voraussagen liefert. «Dank der neuen Risikobeurteilung kann man künftig die Therapie verbessern», erklärt Gräni. Dies insofern, als Patienten mit einem niedrigen Risiko nicht unnötigerweise einen Defibrillator implantiert bekommen, während Hochrisikopatienten damit geschützt werden können. Eine weitere Ursache für den plötzlichen Herztod sind angeborene Fehlentwicklungen der Herzkranzgefässe. Hier hat Gräni mithilfe der künstlichen Intelligenz ein Verfahren entwickelt, das diese Fehlentwicklungen über eine Computertomografie automatisch entdeckt. Für seine Arbeit erhielt Gräni den Forschungspreis der Schweizerischen Herzstiftung Kardiologie mit Sitz in Bern.
Den Forschungspreis Hirnschlagmedizin erhielt der Neuroradiologe Marios Psychogios, Leiter diagnostische und interventionelle Neuroradiologie am Universitätsspital Basel. Zirka 22 000 Menschen sind jedes Jahr von einem Hirnschlag betroffen, der ihr Leben verändert oder zu ihrem Tod führt. 95 Prozent der großen Gefässverschlüsse können heute mittels Kathetereingriffen wieder geöffnet werden, über 70 Prozent der Gerinnsel auch damit entfernt werden. Psychogios hat einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung der Eingriffe beigetragen, indem er das sogenannte One-Stop-Verfahren ausarbeitete. Dieses verkürzt die Dauer bis zur Behandlung um 30 Minuten, was wiederum das Behandlungsergebnis um 10 Prozent verbessert. (sst)
Quelle: Schweizerische Herzstiftung
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