Finanzierung von «Tox Info Suisse» soll gesichert werden
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Der Bundesrat will nun die Hersteller von Chemikalien dazu verpflichten, die nationale Auskunftsstelle für Vergiftungen mitzufinanzieren, um deren Existenz abzusichern. Eine freiwillige Einigung kam nicht zustande.
Bern. Private Träger hatten viele Jahrzehnte lang die nationale Auskunftsstelle für Vergiftungen «Tox Info Suisse» mitfinanziert, doch sie zogen sich in den vergangenen Jahren zurück. Und durch eine Erhöhung der Beiträge der öffentlichen Hand waren die jährlichen Betriebskosten in der Höhe von 4,35 Millionen Franken dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zufolge nicht zu decken.
Um die Existenz der Auskunftsstelle abzusichern, will der Bundesrat nun die Hauptverursacher der Vergiftungsfälle, das sind die Hersteller von Chemikalien, durch eine Änderung des Chemikaliengesetzes dazu verpflichten, «Tox Info Suisse» mitzufinanzieren. Die Vernehmlassung zu der Gesetzesänderung dauert bis Anfang Februar 2027.
«Tox Info Suisse» wurde vor 60 Jahren gegründet und berät pro Jahr rund 40 000 Anrufer bei Verdacht auf Vergiftungen. 70 Prozent der Vergiftungsfälle gehen auf Produkte der chemischen und pharmazeutischen Industrie zurück. Noch vor einem Jahr wollte der Bundesrat durch einen Austausch zwischen dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) mit Vertretern dieser Industrien erreichen, dass sich diese freiwillig an der Finanzierung der Auskunftsstelle beteiligen, doch das misslang. (sst)
Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)
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