Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gehirns
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Eine Studie bietet neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gehirns. Diese könnten die Hirntherapien bei bestimmten Erkrankungen optimieren.
Bern. 15 Patienten mit Epilepsie haben einem Forschungsteam an der Universitätsklinik für Neurologie des Inselspitals in Bern ermöglicht, 24 Stunden lang direkt zu untersuchen, wie tief liegende Hirnregionen, die am Gedächtnis oder an den Emotionen beteiligt sind, mit der Grosshirnrinde kommunizieren. Die Patienten, alle Erwachsene, hatten für eine Routineuntersuchung feine Elektroden ins Gehirn eingesetzt bekommen, die es ermöglichen, elektrische Signale präzise zu erfassen. Über diese Elektroden untersuchten die Forscher den Signalfluss in den Gehirnen, indem sie einzelne Hirnregionen mit kurzen elektrischen Impulsen stimulierten und beobachteten, wie sich die Signale im Wachzustand und im Schlaf ausbreiten.
«Unsere Ergebnisse zeigen, dass tiefe Hirnregionen beim Menschen eine aktive Rolle in der Signalübertragung spielen, unabhängig davon, ob wir schlafen oder wach sind», erklärt der Letztautor der Studie Maxime Baud und ergänzt: «Das bedeutet, dass das Gedächtnis- und das Emotionszentrum nicht nur Informationen verarbeiten, sondern auch den Informationsfluss im Gehirn verbreiten.»
Die neuen Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gehirns würden neue Fragen aufwerfen. Baud: «Wir müssen verstehen, wie jedes einzelne Signal entsteht, das das Gehirn in jeder Millisekunde verarbeitet.» Dann könnten präzise Neurostimulationsgeräte entwickelt werden und Hirntherapien etwa bei Epilepsie oder neuropsychiatrischen Erkrankungen optimiert werden. (sst)
Quelle: Inselgruppe – Inselspital, Universitätsspital Bern
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