Erfahrung der Ärzte wichtiger als Nähe des Spitals
Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:
Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich
zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)
Eine neue Studie zeigt, dass sich Patienten bei der Wahl eines Spitals heute nicht mehr an der Nähe orientieren, sondern vor allem an der Erfahrung der dort tätigen Ärzte.
St. Gallen. Die fachliche Erfahrung der Ärzte, die daraus resultierende Qualität der Behandlung und die Sprache, die in einem Spital gesprochen wird: Diese Kriterien sind Patienten heute wichtig, wenn es um die Wahl eines Spitals geht. Weniger wichtig ist ihnen die geografische Nähe eines Spitals. Um in das gewählte Spital zu gelangen, nehmen sie Fahrten in Kauf, die 70 Minuten und länger dauern. 25 bis 50 Prozent aller Patienten lassen sich daher auch ausserhalb ihres Kantons behandeln.
Das sind die Ergebnisse einer neuen Studie, die von Forschern an der Universität St. Gallen (HSG) im Auftrag der Fondation Groupe Mutuel erstellt wurde, einer Stiftung, die sich unter anderem für Gesundheit engagiert.
Laut den Studienverfassern müsse der bereits gängigen Praxis der Spitalswahl die Spitalsplanung der Kantone folgen. Spezialisierte, aber planbare Eingriffe wie zum Beispiel der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks sollten künftig in fünf bis sieben grösseren Spitälern in den jeweiligen Versorgungsregionen konzentriert werden. So liessen sich auch kostenintensive Doppelgleisigkeiten abbauen. Kleine Spitäler könnten in wohnortnahe ambulante Gesundheitszentren für die medizinische Grund- und Notfallversorgung umgewandelt werden. (sst)
Quelle: Universität St. Gallen
Das könnte Sie auch interessieren:
Grosse Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem
Der aktuelle STADA Health Report zeigt: Viele Schweizer sind mit dem Gesundheitssystem sehr zufrieden und meinen, es gehöre zu den weltweit besten.
US-Pharmapolitik birgt Milliardenrisiken für die Schweiz
Die Entwicklungen in den USA könnten das Wachstum der Schweizer Pharmaindustrie langfristig deutlich bremsen. Eine Szenarioanalyse zeigt einen drastischen Verlust an Wertschöpfung bis ...
Kommt bald Warnung vor Paracetamol in der Schwangerschaft?
Eine Studie zeigte, dass die Einnahme des Wirkstoffs in der Schwangerschaft womöglich die Fruchtbarkeit und den Zeitpunkt der Menopause bei Töchtern beeinflusst.