Dringliche Warnung zum Welt-Tuberkulose-Tag
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Ein drastischer Rückgang bei Entwicklungshilfegeldern könnte den Fortschritt im Kampf gegen Tuberkulose gefährden. Laut WHO steht die Versorgung in mehreren Ländern vor dem Kollaps.
Genf. Anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tags am 24. März hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Warnung ausgeschickt. Weltweit würden finanzielle Hilfsmittel zurückgehen, was die Tuberkulose-Programme in – vor allem ärmeren – Ländern gefährde. Die USA haben unter Präsident Donald Trump Milliarden Dollar an verschiedenen Hilfsgeldern eingefroren, was auch jene für den Kampf gegen Tuberkulose (TBC) betrifft. Aber auch andere Länder wie Grossbritannien und Deutschland haben Einsparungen in der Entwicklungshilfe angekündigt. Schon 2023 stand nur ein Viertel der nach Angaben der WHO benötigten Mittel im Umfang von 22 Milliarden Dollar für die TBC-Bekämpfung zur Verfügung – mittlerweile drohe in 27 Ländern der Kollaps der Tuberkulose-Versorgung.
Die Sparmassnahmen bedrohen laut WHO nicht nur die Bereitstellung von Hilfsmitteln oder medizinische Untersuchungen, sondern auch die Tuberkulose-Forschung. 2022 ging nur ein Fünftel der für 2022 angestrebten fünf Milliarden Dollar pro Jahr an die Forschung, wodurch sich Fortschritte bei Diagnostik, Behandlung und Impfstoffen erheblich verzögern. Besonders besorgniserregend sei auch die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die 2023 an Tuberkulose erkrankten – diese stieg weltweit um zehn Prozent. In der Schweiz wurden 2023 laut der Lungenliga Schweiz 410 Tuberkulose-Fälle gemeldet. Im Jahr davor waren es 366 Fälle, was einem Anstieg von rund 12 Prozent entspricht. Langfristig gesehen gibt es allerdings einen rückläufigen Trend bei den Infektionszahlen. (kagr)
Quellen: WHO, Lungenliga Schweiz
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