Das Stammzellenspenden könnte durch Sport verbessert werden
Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:
Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich
zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)
Forscher der Universität Basel konnten in einer Studie zeigen, dass das Spenden von Blutstammzellen durch Sport verbessert werden könnte.
Basel. Für Menschen, die an Leukämie, Lymphdrüsenkrebs oder schweren Anämien leiden, ist eine Blutstammzellenspende oft die einzige Möglichkeit der Heilung. Um die Spende zu ermöglichen, müssen die Blutstammzellen aus dem Knochenmark der Spender gelöst werden. Dafür werden die Spender aktuell mit dem Wirkstoff G-CSF behandelt, was oft mit Nebenwirkungen wie Knochenschmerzen verbunden ist und die Spende denkbar unangenehm macht.
Dies könnte sich künftig ändern. Denn Forscher der Universität Basel konnten nun in einer Studie zeigen, dass auch Sport Blutstammzellen freisetzt. Noch dazu verbessert Sport die Stammzellenspende insofern, als er andere Zellen aus den Knochen löst als G-CFS: nämlich Blutplättchen-Vorläuferzellen, die die Erfolgschancen der Transplantation erhöhen, weil sie sich besonders gut im neuen Körper ansiedeln. An der Studie nahmen zehn Spender teil, die vor einer Blutstammzellenspende an Familienangehörige standen. Die Teilnehmer radelten zunächst auf einem Ergometer. Um den direkten Vergleich mit der Behandlung mit G-CFS zu ermöglichen, wurden die Studienteilnehmer einige Tage später mit dem Wirkstoff behandelt. Vor und nach dem Sport sowie vor und nach der Behandlung gaben sie jeweils Blutproben ab.
Ob Sport einmal die Behandlung ersetzen kann oder es günstig wäre, die Behandlung durch Sport zu ergänzen, könne man wegen der kleinen Teilnehmerzahl der Studie aber nur durch weitere Untersuchungen herausfinden, heisst es in der Studie. (sst)
Quelle: Universität Basel
Das könnte Sie auch interessieren:
Grosse Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem
Der aktuelle STADA Health Report zeigt: Viele Schweizer sind mit dem Gesundheitssystem sehr zufrieden und meinen, es gehöre zu den weltweit besten.
US-Pharmapolitik birgt Milliardenrisiken für die Schweiz
Die Entwicklungen in den USA könnten das Wachstum der Schweizer Pharmaindustrie langfristig deutlich bremsen. Eine Szenarioanalyse zeigt einen drastischen Verlust an Wertschöpfung bis ...
Kommt bald Warnung vor Paracetamol in der Schwangerschaft?
Eine Studie zeigte, dass die Einnahme des Wirkstoffs in der Schwangerschaft womöglich die Fruchtbarkeit und den Zeitpunkt der Menopause bei Töchtern beeinflusst.