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Das sagt ein Ethikexperte zur neuen Sterbehilfedebatte

Eine neue Sudizikapsel macht derzeit Schlagzeilen. Ethikexperte Markus Zimmermann von der Universität Fribourg erklärt, was dahintersteckt.

Eine Suizidkapsel eines australischen Unternehmens schlug in der Schweiz hohe Wellen – warum? Dafür gibt es meiner Meinung nach zwei Gründe. Wann auch immer es nur das kleinste Ereignis rund um diese Suizidkapsel gegeben hat, wurde darüber sogleich medial berichtet. Das Thema kam auch zu einem geeigneten Zeitpunkt, um das Sommerloch zu füllen. Andererseits wollte die Firma, die die Suizidkapsel entwickelte, mit der Erfindung bewusst in die Schweiz kommen. Dafür wurde sogar der englischsprachige Verein «The Last Resort» gegründet, obwohl es in der Schweiz bereits genügend Organisationen wie «Exit Deutsche Schweiz» gibt, die sich mit der Suizidhilfe befassen. Obgleich ich dem assistierten Suizid skeptisch gegenüberstehe, würde ich bescheinigen, dass Organisationen wie «Exit Deutsche Schweiz» ihre Arbeit seriös und überlegt durchführen. Die Inszenierung der Suizidkapsel vor dem Matterhorn hingegen war für mich von Anfang an merkwürdig. Das Sterben eines Menschen wird durch die Suizidkapsel und das dazugehörige Marketing banalisiert.

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