Bundesrat plant strengere Transplantationsregeln
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Die Schweiz bekommt ein neues Vigilanzsystem für Organtransplantationen. Zwischenfälle sollen dokumentiert und analysiert werden, um die Patient:innensicherheit in Zukunft zu erhöhen.
Bern. Schwerwiegende Zwischenfälle bei Organ- und Gewebetransplantationen sollen künftig zentral erfasst und ausgewertet werden. Dafür beauftragte der Bundesrat die Einführung eines neues Vigilanzsystems. Ziel ist es, die Patient:innensicherheit weiter zu verbessern – zusätzlich zu den bereits heute geltenden strengen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen. Geplant ist ein elektronisches Meldesystem, das ab 2027 in Betrieb gehen soll. Die neue Vigilanzstelle bei Swisstransplant wird eingehende Berichte prüfen, Empfehlungen ableiten und gemeinsam mit den Spitälern als Hauptmeldeinstanzen konkrete Massnahmen ergreifen. Auch eine Ausweitung auf den Bereich der Blut-Stammzellen ist vorgesehen.
Neu benötigen auch Einrichtungen eine Bewilligung, die Zellen und Gewebe zur späteren Eigenverwendung lagern – etwa Blut-Stammzellen, Fettgewebe oder bestimmte Knochen. Die überarbeiteten Verordnungen wurden zudem stärker an den realen Abläufen im Transplantationswesen ausgerichtet und die Datenbankregelungen vereinheitlicht. Unverändert bleibt der Verweis auf die Richtlinien der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften (SAMW) zur Todesfeststellung vor Organspenden. Diese Richtlinien wurden überarbeitet und befinden sich derzeit ebenfalls in öffentlicher Konsultation – parallel zur Vernehmlassung der Verordnungen, die bis zum 10. Oktober 2025 läuft. (red)
Quelle: BAG
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