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ERS 2017, Milano

«Treatable traits»: Was wird aus Asthma und COPD?

<p class="article-intro">Ein im renommierten Journal «The Lancet» publiziertes Konsensusdokument mit dem Titel «After asthma: redefining airways diseases»<sup>1</sup> dürfte in den kommenden Monaten für heftige Diskussionen innerhalb der pneumologischen Community sorgen. Die «Lancet Commission», die das Papier verfasste, schlägt nämlich vor, sich von der gewohnten Taxonomie der Atemwegserkrankungen zu verabschieden.</p>
<hr /> <p class="article-content"><p>Die Kommission kn&uuml;pft damit an eine 2016 ver&ouml;ffentlichte Arbeit an, in der gefordert wurde, die Begriffe Asthma und COPD &uuml;berhaupt zu verlassen, sich stattdessen auf konkrete Ph&auml;no- und Endotypen zu konzentrieren und dabei pragmatisch die Behandelbarkeit im Blick zu behalten.<sup>2</sup> Statt von Asthma und COPD solle in Zukunft von &laquo;airway disease&raquo; gesprochen werden. Der Begriff der &laquo;treatable traits&raquo; war geboren. Gemeint sind damit sowohl ph&auml;notypische als auch endotypische Aspekte der Erkrankung, die sowohl messbar als auch behandelbar sind. Dies sei ein Ansatz im Sinne der &laquo;precision medicine&raquo;, wie Prof. Dr. Ian Pavord von der Universit&auml;t Oxford, der Erstautor des &laquo;Lancet&raquo;-Papers, anl&auml;sslich der Pr&auml;sentation des Dokuments forderte. Diese &laquo;treatable traits&raquo; k&ouml;nnen stabil sein oder sich im Krankheitsverlauf bzw. infolge der Therapie ver&auml;ndern. Ein und derselbe Patient kann auch von mehreren &laquo;treatable traits&raquo; betroffen sein.<br /> Viel zu diesem Umdenken beigetragen haben klinische Studien zu Pr&auml;paraten, die lediglich in Subgruppen der Asthmapopulation Wirksamkeit zeigten. So war die erste Studie mit dem Antik&ouml;rper Mepolizumab in einer Population von Patienten mit moderatem bis schwerem Asthma ein Fehlschlag.<sup>3</sup> Als man die untersuchte Population auf Patienten mit erh&ouml;hter Eosinophilenzahl im Sputum einschr&auml;nkte, zeigte sich pl&ouml;tzlich eine gute Wirksamkeit.<sup>4</sup> Bei der COPD sind &auml;hnliche Entwicklungen zu erwarten, denn auch hier werden bei einem relevanten Teil der Patienten vermehrt Eosinophile im Sputum gefunden.<sup>5</sup> &laquo;Mit der Diagnose COPD unterstellen wir quasi automatisch eine neutrophile Entz&uuml;ndung der Atemwege. Das ist schlicht und einfach falsch&raquo;, betonte Pavord.</p>

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