© Getty Images/iStockphoto

Erstmals Phase-III-Daten für spezifische Therapie des chronischen Hustens

Der P2X3-Rezeptor-Antagonist Gefapixant zeigte in zwei Phase-III-Studien im Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikante Reduktion der Hustenfrequenz über 24 Stunden bei guter Verträglichkeit.

Rund zehn Prozent der Bevölkerung sind von chronischem Husten betroffen. Am höchsten ist die Prävalenz bei Frauen im mittleren Alter. Die Leitlinie der ERS unterscheidet zwischen unterschiedlichen Phänotypen, die jedoch überlappend auftreten können. Nach Ausschluss behandelbarer Ursachen bleibt ein nicht zu unterschätzender Anteil an Patienten, die unter chronisch refraktärem Husten leiden und mit den heute verfügbaren Mitteln sehr schwer oder auch gar nicht behandelbar sind. Laut ERS hat chronischer, refraktärer Husten nach aktuellem Verständnis in den allermeisten Fällen seine Ursache in einer Hypersensitivität des Nervus Vagus gegenüber unterschiedlichen Stimuli und ist damit eine eigenständige Diagnose und Erkrankung. Im Zuge dieses Hypersensitivitäts-Syndroms sind diverse Pathways, die mit dem Hustenreflex in Zusammenhang stehen, hochreguliert, sodass bereits eine geringgradige Stimulation Husten auslöst. Hinzu kommt der Verlust der suppressiven Kontrolle des Hustenreizes. Eine spezifisch für diese Erkrankung zugelassene Therapie gibt es derzeit nicht.

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top