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Gesunde Knochen trotz Krebs

<p class="article-content"><p>Weltweit gibt es nur zwei Studien zum Thema &bdquo;Knochengesundheit und Krebs&ldquo; &ndash; eine davon hat die seit 30 Jahren erfolgreiche &ouml;sterreichische Studiengruppe ABCSG (Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group) nun nach &uuml;ber zehn Jahren Laufzeit mit einem sensationellen Ergebnis abgeschlossen, das einen &bdquo;practice change&ldquo; in der Brustkrebstherapie bewirken kann.<br /> Standardtherapie f&uuml;r postmenopausale Frauen mit hormonrezeptorpositivem Mammakarzinom sind heutzutage Aromataseinhibitoren, die allerdings auch negative Auswirkungen auf die Knochendichte haben und somit das Osteoporoserisiko deutlich erh&ouml;hen. Das wiederum geht mit Frakturen und einer betr&auml;chtlichen Einschr&auml;nkung der Lebensqualit&auml;t einher. <br /> Die placebokontrollierte doppelblinde Adjuvans-Studie ABCSG 18 konnte nun zeigen, dass diese therapieinduzierte Langzeitfolge um 50 Prozent reduziert werden kann, wenn der humane monoklonale Antik&ouml;rper Denosumab zus&auml;tzlich zur endokrinen Therapie verabreicht wird (92 Frakturen vs. 176 im Placeboarm, HR: 0,50). Ohne zus&auml;tzliche Toxizit&auml;t halbiert die Gabe von 60mg Denosumab zweimal pro Jahr subkutan klinische Frakturen, au&szlig;erdem erh&ouml;hte sich die Knochendichte in der Wirbels&auml;ule um zehn Prozent, in der H&uuml;fte um rund acht Prozent und im Oberschenkelhals um sechs Prozent (Gnant et al: The Lancet 2015; published online May 31).</p> <p><img src="/custom/img/files/files_data_Zeitungen_2015_Jatros_Ortho_1504_Weblinks_Seite44.jpg" alt="" width="360" height="215" /></p> <p><strong>Knochenarbeit f&uuml;r &Ouml;sterreich</strong><br /> Insgesamt 3.425 Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs nahmen an dieser bislang gr&ouml;&szlig;ten Brustkrebsstudie hierzulande teil. Fast alle &ouml;sterreichischen Krebszentren sowie einige Zentren aus Schweden engagierten sich in diesem Mammutprojekt gemeinsam mit zahlreichen niedergelassenen Radiologen, die regelm&auml;&szlig;ig Knochendichtemessungen bei den Studienteilnehmerinnen vornahmen. Insgesamt waren 65 Zentren mit mehreren Hundert &Auml;rzten in der Studie aktiv, um die gef&uuml;rchtete Nebenwirkung Osteoporose aus der Krebstherapie zu eliminieren.</p></p> <p class="article-quelle">Quelle: Pressekonferenz „Gesunde Knochen trotz Brustkrebs“, 3. Juni 2015, Wien </p>
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