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Menopause als Wendepunkt
Leading Opinions Digital
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11.10.2018
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<p class="article-intro">Den Einfluss der natürlichen Menopause auf Patientinnen mit Multipler Sklerose hat eine laufende retrospektive Beobachtungsstudie aus Italien zum Thema. Auf dem ECTRIMS-Kongress wurden aktuelle Ergebnisse präsentiert.</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>Bei Schwangerschaften wird ein gewisser protektiver Effekt auf die Krankheitsaktivität bei MS-Patientinnen beobachtet. Nach Geburten hingegen ist das Risiko für eine Reaktivierung der Erkrankung erhöht. Als Ursache dafür wird der postpartale Abfall des Östrogenspiegels vermutet. Der Einfluss der Menopause auf die inflammatorische Aktivität ist bis jetzt noch wenig erforscht.<br /><br />Damiano Baroncini et al. haben bislang 148 menopausale Frauen mit MS untersucht. Die grosse Mehrheit dieser Patientinnen erhält krankheitsmodifizierende Medikamente. Sie konnten feststellen, dass die jährliche Schubrate (ARR) nach der Menopause um 38 % sinkt (von 0,21 ± 0,31 auf 0,13 ± 0,24; p=0,005). Die jährliche Verschlechterung im EDSS-Score, die bei 108 Patientinnen evaluiert werden konnte, stieg dagegen nach der Menopause an: Prämenopausal betrug sie im Mittel +0,2, nach der Menopause +0,4 (p=0,014). Die natürliche Menopause scheint also einen Wendepunkt zu einer weniger inflammatorischen, aber progressiveren Phase der MS darzustellen, schlussfolgern die Autoren.</p></p>
<p class="article-quelle">Quelle: Baroncini D et al.: What is the impact of natural menopause on multiple sclerosis? An Italian, multicentre, retrospective, observational study. ECTRIMS 2018; P 369
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