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Minimaler Zugang, maximale therapeutische Ambition

Warum die offene Epilepsiechirurgie unverzichtbar bleibt

Neue ablative und neuromodulatorische Verfahren erweitern das Spektrum der Epilepsietherapie – sie machen die offene Chirurgie jedoch nicht obsolet. Entscheidend ist nicht allein die Größe des Zugangs, sondern ob eine Behandlung dauerhaft anfallsfrei macht, Funktion erhält und die lebenslange Therapielast minimiert. Bei resektabler Epilepsie darf die wirksamste kurative Option nicht erst nach dem Scheitern weniger vollständiger Verfahren angeboten werden.

Die wichtigste Kontroverse der modernen Epilepsiechirurgie verläuft nicht zwischen offen und minimalinvasiv. Die größere Behandlungslücke liegt zwischen Patient:innen mit pharmakoresistenter Epilepsie und einer rechtzeitigen chirurgischen Evaluation. Trotz klarer Definition der Pharmakoresistenz und internationaler Empfehlungen werden viele Betroffene erst nach Jahren oder gar nicht an ein spezialisiertes Zentrum überwiesen. Dabei bedeutet eine Zuweisung weder die Festlegung auf eine Operation noch die Zustimmung zu einem bestimmten Verfahren. Sie eröffnet vielmehr eine strukturierte Abklärung und damit Zugang zum gesamten therapeutischen Spektrum.

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