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ESC 2026: ESC/ERA-Guideline

Alle Herzpatienten auf chronische Nierenerkrankung testen

ESC und ERA empfehlen, alle Patient:innen mit kardiovaskulären oder anderen kardiologischen Erkrankungen auf eine chronische Nierenerkrankung (CKD) zu screenen und bei Bedarf entsprechend zu behandeln.

Erstmals haben die European Society of Cardiology (ESC) und die European Renal Association (ERA) eine gemeinsame Guideline zur Rolle der Niere in der kardiologischen Praxis erstellt. Fällt die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate unter 60 ml/min/1,73m2, steigt das kardiovaskuläre Risiko. Liegt darüber hinaus eine Albuminurie vor, erhöht dies das Risiko zusätzlich, führte Prof. William Herrington von der University of Oxford im Rahmen der Präsentation der gemeinsamen Leitlinie von ESC und ERA aus.1 Dies gilt sowohl für atherosklerotische als auch für nichtatherosklerotische Erkrankungen. Der Zusammenhang ist bidirektional. So ist das Risiko von Nierenversagen in den ersten Wochen nach einer Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz um mehr als den Faktor 30 erhöht. Auch nach Myokardinfarkt, Vorhofflimmern oder Schlaganfall steigt das renale Risiko.2

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