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Fortbildung zum Mitmachen

„Diabetes unplugged – Diabetesfortbildung für jeden Tag“

<p class="article-intro">Vom 5. bis 7. April findet im niederösterreichischen Retz die Fortbildungsveranstaltung der Diabetesakademie der ÖDG, „Diabetes unplugged“, statt. Unter der Ägide von Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher, Prim. Dr. Claudia Francesconi und Prim. Priv.-Doz. Dr. Joakim Huber sind ein spannendes Miteinander zum Thema Diabetes, reiche Diskussionen und viel für die tägliche Praxis zu erwarten.</p> <hr /> <p class="article-content"><p><em><strong>Herr Prof. Wascher, was unterscheidet &bdquo;Diabetes unplugged&ldquo; von Fortbildungen wie der &Ouml;DG-Fr&uuml;hjahrstagung oder -Jahrestagung? </strong></em><br /><br /><em><strong>T. C. Wascher:</strong></em> Die &Ouml;DG-Fr&uuml;hjahrsund -Jahrestagung sind wissenschaftlich orientierte Gro&szlig;tagungen, bei denen man sich &uuml;ber den aktuellen Stand der Forschung informieren kann, aber es weniger um die &bdquo;Hands on&ldquo;-Vermittlung von praktischen Fertigkeiten f&uuml;r den Alltag geht. &bdquo;Diabetes unplugged&ldquo; ist dagegen eine Veranstaltung, bei der man das R&uuml;stzeug erh&auml;lt, um gleich am n&auml;chsten Tag den Umgang mit den Diabetespatienten und die Versorgung der Patienten zu optimieren. Daher gibt es weniger Frontalvortr&auml;ge und mehr direkte Diskussionen von F&auml;llen. &bdquo;Diabetes unplugged&ldquo; ist viel interaktiver angelegt und die Teilnehmer sind viel mehr gefordert, sich selbst in die Veranstaltung einzubringen. Neben der Medizin geht es auch um Soft Skills, wie etwa um die Motivation von Menschen mit chronischen Erkrankungen.</p> <p><em><strong>Welche Themen sind heuer geplant? </strong></em><br /><em><strong><br />T. C. Wascher:</strong></em> In diesem Jahr werden die neu diagnostizierten Patienten im Fokus stehen. Dabei geht es um das rechtzeitige Screening auf Komplikationen. Viele Komplikationen kann man zu Beginn nicht sp&uuml;ren: Die Neuropathie oder die Retinopathie &ndash; die &bdquo;sieht&ldquo; der Patient erst, wenn er nichts mehr sieht, und dann ist es zu sp&auml;t. Uns geht es darum, die &Auml;rzte dazu zu motivieren, die Patienten regelm&auml;&szlig;ig zur &Uuml;berpr&uuml;fung zu schicken. Auf die Neuropathie k&ouml;nnen die Behandler meist selbst testen, aber bei der Retinopathie muss der Patient zum Augenarzt.</p> <p><em><strong>Wie kann man sich die Veranstaltung vorstellen? </strong></em><br /><br /><em><strong>T. C. Wascher:</strong></em> Damit das gemeinsame Diskutieren leichter f&auml;llt und die Hemmschwelle, mitzumachen, niedrig ist, setzen wir uns im &bdquo;World Caf&eacute;&ldquo; in Kleingruppen zu 4 bis 6 Personen am Kaffeehaustisch zusammen. So diskutieren wir spannende F&auml;lle aus dem t&auml;glichen Leben, aber auch bei den klassischen Vortr&auml;gen sind die Sitzpl&auml;tze immer so angeordnet, wie es im &bdquo;World Caf&eacute;&ldquo; &uuml;blich ist. Das macht es leichter, Fragen zu stellen, und f&ouml;rdert die Interaktion aller Teilnehmer. Was die Veranstaltung auszeichnet ist, dass die Referenten nicht nur f&uuml;r ihren Part da sind und sich dann wieder verabschieden, sondern dass sie w&auml;hrend der gesamten Dauer f&uuml;r die Kommunikation zur Verf&uuml;gung stehen. Unser &bdquo;Kamingespr&auml;ch&ldquo; ist sowohl daf&uuml;r gedacht, dass die drei Experten &uuml;ber ihre bemerkenswertesten F&auml;lle berichten, als auch daf&uuml;r, dass die Teilnehmer F&auml;lle vorstellen, die sie aufgrund ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit gerne einbringen wollen.</p> <p><em><strong>Noch zum Punkt Leitlinien/&bdquo;Leidlinien&ldquo; &hellip;<br /><br /> T. C. Wascher:</strong></em> In diesem Jahr ist das Update der Leitlinien der &Ouml;sterreichischen Diabetes Gesellschaft zu erwarten. Gerade beim Typ-2-Diabetes gibt es einen Paradigmenwechsel in der Therapie, darauf m&ouml;chten wir eingehen. Das Wortspiel Leitlinien/Leidlinien r&uuml;hrt daher, dass viele &Auml;rzte, ganz egal ob sie in die Erstellung oder Anwendung der Leitlinien involviert sind oder nicht, meist der Meinung sind, dass diese eher mit &bdquo;Leid&ldquo; als mit Hilfe verbunden sind, was aber gar nicht stimmt: Tats&auml;chlich sind die Leitlinien dazu da, die Behandlung einfacher zu machen. Auch das m&ouml;chten wir gerne mit m&ouml;glichst vielen Teilnehmern diskutieren. Daher lade ich alle Interessierten ein, an unserer Tagung &bdquo;Diabetes unplugged&ldquo; teilzunehmen.</p> <p><em><strong>Vielen Dank f&uuml;r das Gespr&auml;ch!</strong></em></p></p>
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