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„Diabetes unplugged – Diabetesfortbildung für jeden Tag“
Jatros
30
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07.03.2019
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<p class="article-intro">Vom 5. bis 7. April findet im niederösterreichischen Retz die Fortbildungsveranstaltung der Diabetesakademie der ÖDG, „Diabetes unplugged“, statt. Unter der Ägide von Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher, Prim. Dr. Claudia Francesconi und Prim. Priv.-Doz. Dr. Joakim Huber sind ein spannendes Miteinander zum Thema Diabetes, reiche Diskussionen und viel für die tägliche Praxis zu erwarten.</p>
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<p class="article-content"><p><em><strong>Herr Prof. Wascher, was unterscheidet „Diabetes unplugged“ von Fortbildungen wie der ÖDG-Frühjahrstagung oder -Jahrestagung? </strong></em><br /><br /><em><strong>T. C. Wascher:</strong></em> Die ÖDG-Frühjahrsund -Jahrestagung sind wissenschaftlich orientierte Großtagungen, bei denen man sich über den aktuellen Stand der Forschung informieren kann, aber es weniger um die „Hands on“-Vermittlung von praktischen Fertigkeiten für den Alltag geht. „Diabetes unplugged“ ist dagegen eine Veranstaltung, bei der man das Rüstzeug erhält, um gleich am nächsten Tag den Umgang mit den Diabetespatienten und die Versorgung der Patienten zu optimieren. Daher gibt es weniger Frontalvorträge und mehr direkte Diskussionen von Fällen. „Diabetes unplugged“ ist viel interaktiver angelegt und die Teilnehmer sind viel mehr gefordert, sich selbst in die Veranstaltung einzubringen. Neben der Medizin geht es auch um Soft Skills, wie etwa um die Motivation von Menschen mit chronischen Erkrankungen.</p> <p><em><strong>Welche Themen sind heuer geplant? </strong></em><br /><em><strong><br />T. C. Wascher:</strong></em> In diesem Jahr werden die neu diagnostizierten Patienten im Fokus stehen. Dabei geht es um das rechtzeitige Screening auf Komplikationen. Viele Komplikationen kann man zu Beginn nicht spüren: Die Neuropathie oder die Retinopathie – die „sieht“ der Patient erst, wenn er nichts mehr sieht, und dann ist es zu spät. Uns geht es darum, die Ärzte dazu zu motivieren, die Patienten regelmäßig zur Überprüfung zu schicken. Auf die Neuropathie können die Behandler meist selbst testen, aber bei der Retinopathie muss der Patient zum Augenarzt.</p> <p><em><strong>Wie kann man sich die Veranstaltung vorstellen? </strong></em><br /><br /><em><strong>T. C. Wascher:</strong></em> Damit das gemeinsame Diskutieren leichter fällt und die Hemmschwelle, mitzumachen, niedrig ist, setzen wir uns im „World Café“ in Kleingruppen zu 4 bis 6 Personen am Kaffeehaustisch zusammen. So diskutieren wir spannende Fälle aus dem täglichen Leben, aber auch bei den klassischen Vorträgen sind die Sitzplätze immer so angeordnet, wie es im „World Café“ üblich ist. Das macht es leichter, Fragen zu stellen, und fördert die Interaktion aller Teilnehmer. Was die Veranstaltung auszeichnet ist, dass die Referenten nicht nur für ihren Part da sind und sich dann wieder verabschieden, sondern dass sie während der gesamten Dauer für die Kommunikation zur Verfügung stehen. Unser „Kamingespräch“ ist sowohl dafür gedacht, dass die drei Experten über ihre bemerkenswertesten Fälle berichten, als auch dafür, dass die Teilnehmer Fälle vorstellen, die sie aufgrund ihrer Außergewöhnlichkeit gerne einbringen wollen.</p> <p><em><strong>Noch zum Punkt Leitlinien/„Leidlinien“ …<br /><br /> T. C. Wascher:</strong></em> In diesem Jahr ist das Update der Leitlinien der Österreichischen Diabetes Gesellschaft zu erwarten. Gerade beim Typ-2-Diabetes gibt es einen Paradigmenwechsel in der Therapie, darauf möchten wir eingehen. Das Wortspiel Leitlinien/Leidlinien rührt daher, dass viele Ärzte, ganz egal ob sie in die Erstellung oder Anwendung der Leitlinien involviert sind oder nicht, meist der Meinung sind, dass diese eher mit „Leid“ als mit Hilfe verbunden sind, was aber gar nicht stimmt: Tatsächlich sind die Leitlinien dazu da, die Behandlung einfacher zu machen. Auch das möchten wir gerne mit möglichst vielen Teilnehmern diskutieren. Daher lade ich alle Interessierten ein, an unserer Tagung „Diabetes unplugged“ teilzunehmen.</p> <p><em><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></em></p></p>
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