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Wirksame und gezielte Antibiotikatherapie

Schlüssel zur Interpretation des Antibiogramms

Das Antibiogramm – ein unverzichtbarer Schritt bei der Behandlung einer Infektion, ein Ergebnis, das ungeduldig erwartet, manchmal jedoch auch gefürchtet wird. Aber wissen wir eigentlich, wie man es richtig interpretiert? Wirft es hinter seiner scheinbaren Einfachheit nicht mitunter einige Fragen auf? Dieser Artikel soll dem Kliniker Orientierungshilfe geben und einige praktische Beispiele für uneindeutige Situationen aufzeigen, denen wir im Alltag begegnen können.

Es handelt sich um eine mikrobiologische Untersuchung, mit der die Empfindlichkeit eines Bakterienstamms gegenüber verschiedenen Antibiotika bestimmt werden kann. Es ist ein unverzichtbares Werkzeug, das die Wahl der wirksamsten und zielgenauesten Antibiotikatherapie bestimmt, um das Auftreten resistenter Bakterien einzudämmen. Die Empfindlichkeit des Bakteriums gegenüber einem Antibiotikum wird gemäss einer dreistufigen Einteilung ermittelt: empfindlich (S), empfindlich bei erhöhter Exposition (I) und resistent (R). Danach bemisst sich die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs oder Versagens der Antibiotikatherapie.1 Die Kriterien für die Einstufung gemäss dieser Nomenklatur werden von Referenzorganisationen festgelegt: dem «European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing» (EUCAST) in Europa ( https://www.eucast.org/ ) und dem «Clinical and Laboratory Standards Institute» (CLSI) in Nordamerika ( https://clsi.org/ ). Diese Organisationen legen klinische «Breakpoints» (Schwellenwerte zur Unterscheidung zwischen den verschiedenen Kategorien) fest, und zwar auf der Grundlage epidemiologischer Kriterien (Analyse der Verteilung von Isolaten eines Bakteriums derselben Gattung oder Art, um bei einem bestimmten Antibiotikum zwischen einer Wildtyp- und einer Nicht-Wildtyp-Population zu unterscheiden), pharmakokinetischer/pharmakodynamischer Kriterien (Parameter der Exposition gegenüber dem Antibiotikum und deren Korrelation mit der Wirksamkeit) sowie klinischer Kriterien (Korrelation zwischen dem Empfindlichkeitsgrad und dem klinischen Ansprechen).2,3

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