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Impfungen gegen Meningo- und Pneumokokken sind unverzichtbar

Impfen unter Komplementinhibition: Worauf es ankommt

Immunsuppressive Therapien haben die Behandlung vieler Erkrankungen revolutioniert, machen jedoch zugleich anfällig für schwere Infektionen. Bei einer Komplementinhibition ist das Risiko einer Infektion mit bekapselten Bakterien wie Meningo- und Pneumokokken besonders hoch. Welche Impfungen in solchen Situationen unverzichtbar sind, wann sie verabreicht werden sollten und ob sie auch unter laufender Therapie wirken, beantwortete PD Dr. med. Dr. sc. nat. Irene Alma Abela, Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene am Universitätsspital Zürich, im Rahmen eines FOMF WebUp Experten-Forums.

Immunsuppressive Therapien sind heute ein zentraler Bestandteil der Behandlung vieler Erkrankungen. Sie sollen die Grunderkrankung kontrollieren und ihr Fortschreiten verhindern. Daten aus den USA zeigen, dass die Zahl immunsupprimierter Personen in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist.1 Und auch in Europa seien die Entwicklungen vergleichbar, bestätigte Abela. Vor allem ältere Menschen würden zunehmend mit Immunsuppressiva behandelt und stellten daher eine besondere Risikogruppe dar. «Denn das Alter beeinträchtigt die Immunfunktion zusätzlich», so die Expertin. Ältere Patientinnen und Patienten sind somit bereits aufgrund der altersbedingten Veränderungen des Immunsystems anfälliger für bestimmte Infektionen. Unter einer Immunsuppression haben sie ein noch höheres Komplikationsrisiko.

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