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Prof. Stephan Madersbacher, Prof. Dr. Isabel Heidegger-Pircher: Kommentar – Update der ProtecT-Studie

Was kann man aus ProtecT lernen?

Aus unserer Sicht waren die Präsentation der onkologischen 15-Jahres-Daten der ProtecT-Studie sowie das Update zu den entsprechenden 12-Jahres-Daten zur Lebensqualität aus der ProtecT-Studie der wissenschaftliche Höhepunkt des EAU 2023 im Bereich Prostatakarzinom.1,2

Zunächst zeigen die 15-Jahres-Daten der ProtecT-Studie das sehr geringe Risiko von Prostatakarzinompatienten mit niedrigem/intermediärem Risiko, an diesem Tumor zu sterben: Nach 15 Jahren beträgt es lediglich 3%. Weiters zeigt ProtecT, dass nach 15 Jahren das krebsspezifische Überleben in den drei Studienarmen nahezu ident ist, oder anders ausgedrückt: Eine aktive Therapie (radikale Prostatektomie, perkutane Strahlentherapie) hat innerhalb von 15 Jahren keinen signikanten Effekt auf die Mortalität. Innerhalb von 15 Jahren brechen etwa 60% der Patienten eine „actice surveilance“ (AS) ab. Für bestimmte sekundäre onkologische Studienendpunkte, wie das metastasenfreie Überleben (MFS), zeigte sich jedoch ein 5%iger Unterschied zwischen AS und aktiver Therapie.

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