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JIA : hohes Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen
Jatros
30
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23.02.2017
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<p class="article-content"><p>Ob Kinder und Jugendliche mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) ein erhöhtes Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen haben? Dieser Frage ging ein Team der Medizinischen Universität Graz um Dr. Karina Hönck nach. Erhoben wurde die Prävalenz von Autoimmunthyreoiditis, Zöliakie und Diabetes mellitus Typ 1 bei 115 Kindern mit JIA. Bei allen Patienten wurden diesbezüglich Screeninguntersuchungen durchgeführt. Bei verdächtigen Ergebnissen wurden weitere Untersuchungen zur Bestätigung der Diagnose vorgenommen.<br /> Die Ergebnisse bestätigten eine Assoziation aller drei geprüften Erkrankungen mit JIA. Eine manifeste Hypothyreose bestand zwar bei keinem der untersuchten Patienten, aber 12,2 % wiesen eine subklinische Hypothyreose auf. Bei 6,1 % wurde die Diagnose Autoimmunthyreoiditis gestellt. Zum Vergleich: Bei Kindern ohne JIA liegt die Prävalenz für Autoimmunthyreoiditis unter 1 % .<br /> 5,2 % der untersuchten Patienten wiesen Zöliakie-spezifische Antikörper auf. Bei 4,4 % wurde die Diagnose mittels Dünndarmbiopsie bestätigt. In der Normalbevölkerung liegt die Prävalenz bei 0,3 % .<br /> Bei 3,5 % der JIA-Patienten lag ein Diabetes mellitus Typ 1 vor, der bei der Hälfte der Betroffenen schon vor der JIA diagnostiziert worden war. Die Prävalenz in der pädiatrischen Normalbevölkerung liegt bei 0,15 % .<br /> Laut dieser Untersuchung besteht also für Kinder mit JIA ein 6-fach erhöhtes Risiko für Autoimmunthyreoiditis, ein 15-fach erhöhtes für Zöliakie und ein 23-fach erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 1. Die Autoren schlussfolgern, dass sorgfältige Langzeitbeobachtung und regelmäßiges Screening auf verschiedene Autoimmunerkrankungen bei Patienten mit JIA sinnvoll erscheinen.</p></p>
<p class="article-quelle">Quelle: Posterpräsentation im Rahmen der Jahrestagung der
Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie & Rehabilitation
(ÖGR), 1.–3. Dezember 2016, Wien
</p>
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