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Das Projekt des Präsidenten

<p class="article-intro">Seine laufende Studie zur Inzidenz der rheumatoiden Arthritis stellte Dr. Rudolf Puchner, der neue Präsident der ÖGR, im Rahmen der Jahrestagung im Dezember vor.</p> <hr /> <p class="article-content"><p>Ausschlaggebend f&uuml;r den Start des Projekts war, dass sich Angaben zur Inzidenz der RA in Europa meist auf Zahlen beziehen, die vor mehr als 20 Jahren erhoben wurden. &bdquo;Die meisten berufen sich auf die Daten von Symmons aus dem Norfolk Arthritis Register&ldquo;, erkl&auml;rt Puchner. Demnach liegt die Inzidenz bei 36/100.000 f&uuml;r Frauen und bei 14/100.000 bei M&auml;nnern,<sup>1</sup> basierend auf den Diagnosekriterien der ARA (American Rheumatism Association) von 1987. Unter einem Beobachtungszeitraum von 5 Jahren und der Annahme einer verz&ouml;gerten Notifizierung bzw. Registrierung nach Symptombeginn wurden diese Zahlen dann 1999 auf 54/100.000 (Frauen) und 24,5/100.000 (M&auml;nner) korrigiert.<sup>2</sup> Eine US-amerikanische Studie kam 2010 &ndash; ebenfalls unter Verwendung der ARA-Kriterien von 1987 &ndash; zu &auml;hnlichen Ergebnissen f&uuml;r den Raum Minnesota.<sup>3</sup> Eine Nachberechnung mit den neuen Diagnosekriterien von ACR/EULAR 2010 best&auml;tigte dann eine Inzidenz von 54/100.000 (Frauen) bzw. 25/100.000 (M&auml;nner).<sup>4</sup><br /> Puchner will nun eine Neubewertung der RA-Inzidenz durchf&uuml;hren: &bdquo;Unsere epidemiologische Studie ist unseres Wissens die erste prospektive Untersuchung, bei der prim&auml;r die neuen Klassifikationskriterien verwendet werden.&ldquo; Zus&auml;tzlich werden zum Vergleich auch die &bdquo;alten&ldquo; ARA-Kriterien angewendet.<br /> Das Projekt startete im J&auml;nner 2016, die Daten sollen &uuml;ber einen Zeitraum von 3 Jahren erhoben werden. Mit Unterst&uuml;tzung durch die &Auml;rztekammer Ober&ouml;sterreich wurden die Allgemeinmediziner vom Projekt informiert. Erf&uuml;llt ein Patient die Kriterien eines Kurzfragebogens, wird er an einen Spezialisten f&uuml;r Rheumatologie &uuml;berwiesen. Das Datenblatt ist so ausgerichtet, dass auch Patienten erfasst werden, welche die Diagnosekriterien noch nicht erf&uuml;llen, bei denen aber dennoch der Verdacht auf die Entwicklung einer RA besteht. &bdquo;Die Gegenprobe, ob wirklich alle Neuerkrankungen erfasst werden, wird mithilfe der Ober&ouml;sterreichischen Gebietskrankenkasse erfolgen&ldquo;, so Puchner.</p> <h2>Positiver Nebeneffekt</h2> <p>&bdquo;Durch die mediale Unterst&uuml;tzung und die logistische Mithilfe seitens der &Auml;rztekammer Ober&ouml;sterreich steigt das Bewusstsein f&uuml;r RA in der Bev&ouml;lkerung, was zur Fr&uuml;herkennung beitragen sollte&ldquo;, meint Puchner. &bdquo;Die Untersuchung hat somit auch einen Awareness-Charakter.&ldquo;</p></p> <p class="article-quelle">Quelle: Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie & Rehabilitation (ÖGR), 1.–3. Dezember 2016, Wien </p> <p class="article-footer"> <a class="literatur" data-toggle="collapse" href="#collapseLiteratur" aria-expanded="false" aria-controls="collapseLiteratur" >Literatur</a> <div class="collapse" id="collapseLiteratur"> <p><strong>1</strong> Symmons DP et al: Br J Rheumatol 1994; 33(8): 7 35-9 <strong>2</strong> Wiles N et al: Arthritis Rheum 1 999; 4 2(7): 1 339-46 <strong>3</strong> Myasoedova E et al: Arthritis Rheum 2010; 62(6): 1576-82 <strong>4</strong> Humphreys JH et al: Ann Rheum Dis 2013; 72: 1315-20</p> </div> </p>
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