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Aktuelle diagnostische und therapeutische Strategien

Akute kardiovaskuläre Notfälle in der Schwangerschaft

Die physiologischen Veränderungen in der Schwangerschaft können Symptome kardialer Erkrankungen maskieren und die Diagnosestellung erschweren. Für das mütterliche und fetale Outcome sind daher ein rasches und strukturiertes Vorgehen in der Diagnostik und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend.

Kardiovaskuläre Erkrankungen zählen heute zu den führenden nichtgeburtshilflichen Ursachen maternaler Morbidität und Mortalität.1 Ursächlich hierfür sind insbesondere das steigende maternale Alter sowie die damit einhergehende Zunahme kardiovaskulärer Risikofaktoren wie Adipositas, arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus. Darüber hinaus ermöglicht der kontinuierliche medizinische Fortschritt, insbesondere in der Diagnostik und Therapie angeborener Herzerkrankungen, dass zunehmend Frauen mit kardialen Vorerkrankungen das reproduktive Alter erreichen. Infolgedessen hat die Inzidenz kardiovaskulärer Komplikationen während der Schwangerschaft kontinuierlich zugenommen, wodurch diese Erkrankungen in der geburtshilflichen Versorgung zunehmend an klinischer Bedeutung gewinnen.

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