© Gianni Pauciello

Neue Entwicklungen und Grenzen

Robotik in der Ohrchirurgie: Stand und Perspektiven der Cochlea-Implantation

Robotische Systeme haben die Cochlea-Implantation von der bildgebungsgestützten Bohrung bis zur kontrollierten Elektrodeninsertion erweitert. Erste Verfahren sind klinisch etabliert, doch zur optimalen Nutzung dürfte künftig die Verbindung von robotischer Präzision, intraoperativer Rückmeldung und aktiver Steuerung entscheidend sein.

Das Cochlea-Implantat gilt als die erfolgreichste Neuroprothese der modernen Medizin. Weltweit wurden inzwischen mehr als eine Million Implantate eingesetzt.1 Das Implantat umgeht sowohl die Schallleitung als auch die mechanoelektrische Signalumwandlung im Innenohr und stimuliert den Hörnerv direkt elektrisch. Damit kann es bei hochgradigen Hörstörungen unterschiedlicher Ätiologie eingesetzt werden. Die flüssigkeitsgefüllte Cochlea erlaubt dabei eine Elektrodeninsertion unter weitgehender Erhaltung ihrer Strukturen und Restfunktion.

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